Regina Schneider (Azubi, KSK), Janine Varoqui (Flip2Go), Sebastian Tschakert (St. Ursula), Armin Leon (BM), Jürgen Pallaske (Schulleiter St. Ursula), Thomas Giessing (Vorstandsvorsitzender KSK) und Silvia Heinen (KSK) Foto: Kreissparkasse Heinsberg
Geilenkirchen. Vier Räder, 26 Tonnen und eine wichtige Mission: Junge Menschen fit für finanzielle Entscheidungen machen. Mit dem deutschlandweit ersten interaktiven Finanzbildungsbus „FLiP2Go“ war am 25. Juni ein innovatives Bildungsangebot der rheinischen Sparkassen am Bischöflichen Gymnasium St. Ursula in Geilenkirchen zu Gast.
Rund um Themen wie Budgetplanung, Geldanlage, Konsum, Ausbildung, Einkommen und wirtschaftliche Zusammenhänge konnten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 auf spielerische und praxisnahe Weise mit Finanzthemen auseinandersetzen. In dem mobilen Lernraum durchlaufen die Jugendlichen verschiedene interaktive Stationen und erleben, wie finanzielle Entscheidungen ihren Alltag und ihre Zukunft beeinflussen können.
Der barrierefreie Doppeldeckerbus ist mit modernen HD-Touchscreens ausgestattet und bringt Finanzbildung direkt an Schulen. Ziel ist es, jungen Menschen frühzeitig Kompetenzen zu vermitteln, die sie für ein selbstbestimmtes Leben benötigen. Das Konzept wurde vom erfolgreichen österreichischen Financial Life Park (FLiP) übernommen und für den Einsatz im Rheinland weiterentwickelt. „Finanzielle Bildung gehört heute zu den wichtigsten Zukunftskompetenzen. Junge Menschen treffen schon früh Entscheidungen rund um Konsum, digitale Zahlungsmöglichkeiten oder ihre berufliche Zukunft. Mit FLiP2Go schaffen wir einen niedrigschwelligen und zugleich spannenden Zugang zu diesen Themen“, sagt Thomas Giessing, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heinsberg.
An sieben interaktiven Lernstationen beschäftigen sich die Jugendlichen unter anderem mit globalen Produktionsketten, Haushaltsbudgets, Berufsperspektiven, Angebot und Nachfrage sowie wichtigen Finanzbegriffen. Das Lernen erfolgt dabei spielerisch, lebensnah und ohne erhobenen Zeigefinger.

Für das Bischöfliche Gymnasium St. Ursula stellt der Besuch eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht dar. „Finanzielle Zusammenhänge prägen den Alltag unserer Schülerinnen und Schüler mehr denn je. Deshalb ist es wichtig, wirtschaftliche Bildung nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern erlebbar zu machen. FLiP2Go bietet hierfür eine hervorragende Möglichkeit“, erklärt Schulleiter Jürgen Pallaske.
Auch Sebastian Tschakert, Lehrer für Sozialwissenschaften-Wirtschaft und Wirtschaft-Politik, sieht einen hohen Mehrwert im Konzept: „Die Inhalte knüpfen direkt an die Lebenswelt der Jugendlichen an. Wenn Schülerinnen und Schüler selbst Entscheidungen treffen und deren Auswirkungen unmittelbar erleben, entsteht ein deutlich nachhaltigerer Lernerfolg als durch reine Wissensvermittlung.“ Der Besuch des FLiP2Go-Busses unterstreicht zugleich die Bedeutung von Finanzbildung für die gesamte Gesellschaft. „Junge Menschen stehen heute vor einer Welt, die immer neue Herausforderungen mit sich bringt. Umso wichtiger ist es, ihnen das Wissen und die Fähigkeiten an die Hand zu geben, die sie benötigen, um ihren eigenen Weg selbstbewusst und verantwortungsvoll zu gestalten. Finanzielle Bildung ist dabei weit mehr als der Umgang mit Geld – sie eröffnet Perspektiven, stärkt die Eigenverantwortung und schafft die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe“, betont Armin Leon, Bürgermeister der Stadt Geilenkirchen.
Die Kreissparkasse Heinsberg engagiert sich seit vielen Jahren für Bildung und die Förderung junger Menschen in der Region. Mit der Unterstützung von FLiP2Go erweitert sie dieses Engagement um ein innovatives Angebot, das Schülerinnen und Schüler dort erreicht, wo sie lernen und leben.
Infobox: Das ist der FLiP2Go
FLiP2Go ist ein mobiles Finanzbildungsangebot der FLiP im Rheinland gGmbH, einer Initiative der rheinischen Sparkassen. Der Bildungsbus richtet sich an Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren und bietet interaktive Lernformate in zwei Altersstufen an. Ziel ist es, finanzielle Bildung verständlich, praxisnah und nachhaltig zu vermitteln.
