Baubeginn für nachhaltigen Ersatzneubau am Finanzamt Geilenkirchen

Recycling-Beton als Baustoff - nachhaltigkeit ein wichtiger Faktor

Finanzpräsidentin Marion Michaelis, Niederlassungsleiterin des BLB NRW Aachen Ute Willems, stellvertretender Dienststellenleiter Jürgen Tjarks, ehemaliger Dienststellenleiter Ralf Brochhaus, Christina Hennen, stellv. BM und Silke Wanders, hks architekten, (v.l.n.r.) präsentieren die Baupläne.

 Geilenkirchen. Neben dem Finanzamt an der Herzog-Wilhelm-Straße in Geilenkirchen entsteht jetzt ein moderner und nachhaltiger Neubau. Dorthin sollen die zurzeit noch in einem Bürohaus aus den 1960er Jahren untergebrachten rund 60 Beschäftigten ziehen. Um den Bürgerinnen und Bürgern den bestmöglichen Service an einem Standort bieten zu können, sind Finanzverwaltung und Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) übereingekommen, einen Ersatzneubau neben dem denkmalgeschützten und weiter genutzten Altbau des Finanzamtes zu errichten. Nach Fertigstellung des Neubaus wird das alte Bürohaus zurückgebaut. An der Stelle entstehen rund 100 ebenerdige Stellplätze.
Recycling-Beton als Baustoff
„Mit dem Neubau steht der Finanzverwaltung künftig ein hochmodernes und barrierefreies Gebäude zur Verfügung. Dabei setzen wir auf dem Weg zur Klimaneutralen Landesverwaltung auf eine nachhaltige Bauweise: Neben einer Photovoltaikanlage zur Eigenerzeugung von Strom kommt als Baustoff ressourcenschonender Recycling-Beton zum Einsatz“, erklärt Ute Willems, Leiterin der für den Bau verantwortlichen Aachener Niederlassung des BLB NRW bei der Vorstellung der Pläne. Recycling-Beton besteht zum Teil aus aufbereiteten Gesteinskörnungen, die aus Abbruchmaterialien der Bauwirtschaft gewonnen und wieder in den Wertschöpfungskreislauf gebracht werden. So lässt sich die Menge des auf Deponien verbrachten Bauschutts deutlich verringern und es wird weniger Kies als Rohstoff benötigt. Marion Michaelis, Finanzpräsidentin der Oberfinanzdirektion Nordrhein-Westfalen, betont: „Mit dem heutigen Tag können sich die Beschäftigten des Finanzamts 2 Geilenkirchen auf einen hochmodernen Neubau freuen, der neben dem Nachhaltigkeitsaspekt auch eine hervorragende Arbeitsatmosphäre schaffen wird.“ „Wir freuen uns, dass nun der Startschuss für den Neubau gefallen ist. Von diesem werden nicht nur unseren engagierten Beschäftigten profitieren, sondern auch die Geilenkirchener Bürgerinnen und Bürger. Ihnen können wir zukünftig unsere vielfältigen Services und Angebote an einem modernen und barrierefreien Standort anbieten“, so Manuela Arnold, Leiterin des Finanzamts Geilenkirchen.
Barrierefrei und nachhaltig
In dem neuen Gebäude stehen rund 2.000 Quadratmeter für Büros, Beratungsstellen, eine Kantine mit Küche, IT-Räume sowie Technik-, Lager- und Archivflächen zur Verfügung. Auf der Dachfläche wird eine Photovoltaikanlage aufgestellt. 93 Module versorgen das Gebäude jedes Jahr mit rund 30.000 Kilowattstunden Strom. Das ist in etwa so viel, wie sieben Vier-Personen-Haushalte jährlich verbrauchen und spart etwa zwölf Tonnen CO2 pro Jahr ein. Der öffentlich zugängliche Bereich in dem Neubau wird barrierefrei gestaltet. So leitet ein taktiles Leitsystem mit Bodenindikatoren Besucherinnen und Besucher vom Haupteingang bis zum Informationstresen, die Verkehrswege im Eingangsbereich werden kontrastreich gestaltet, Türen sind greifgünstig und leichtgängig bedienbar und es wird ein behindertengerechtes WC sowie ein Personenaufzug eingebaut.

So soll der Neubau einmal aussehen.

3 Kommentare

  1. Ach wie wunderschön! Und so,so viele Vorzüge und Nachhaltigkeit für das neue Finanzamt. Von den Kosten ist leider nix zulesen.
    Aber was für uns Bürger viel erfreulicher wäre, ist wenn es endlich am Rewe voran gehen würde.Hier müssten wir fast täglich hin und nicht nur 1-2 mal im Jahr.

  2. Was passiert mit dem dahinter liegendem Hochhaus???Und die Beschäftigten, die haben schon jetzt einen stressfreien und ruhigen Arbeitsplatz mit allen Vorteilen, wovon ein Normalbeschäftigter nur träumen kann, ruhet sanft
    Und die Kosten, werden irgendwann bekannt gegeben und dann um 50% überschritten, wie immer bei öffentl. Bauten. Summe kleinhalten, die Politiker stimmen zu, über die wirklichen Beträge redet keiner mehr, keiner wird in Haftung genommen

  3. Was mit dem Hochaus geschieht, steht oben im Artikel. ;)
    Es wird zurückgebaut und es entstehen dort ebenerdige Stellplätze.

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