Meine Meinung: Ganz schlechter Stil – Neue BM muss Rückgrat beweisen

Geilenkirchen. Selten äußere ich an dieser Stelle meine subjektive Meinung. Aber diesmal sehe ich die Notwendigkeit dazu!

Es war sicherlich eine Überraschung, dass der amtierende Bürgermeister, Georg Schmitz, nicht als Sieger aus der Wahl am 13. September hervorging. Ob die Corona-Pandemie daran schuld war, wird immer ein Geheimnis bleiben. Jedoch traf es alle Beteiligten gleichermaßen. Keine öffentlichen Veranstaltungen, keine Zusammenkünfte, keine Podiumsdiskussionen, keine Streitgespräche. Das war wohl auch der Grund, warum die Herausforderin, Daniela Ritzerfeld, trotz vielseitiger Unterstützung nicht als Favoritin ins Rennen ging. Aber das war Georg Schmitz im Jahr 2015 auch nicht. Diesmal könnte man im sportlichen Sinne aber sagen: es war ein Zieleinlauf mit Fotofinish. Ganze 1,1 Prozentpunkte machten Daniela Ritzerfeld zur Siegerin um den obersten Vewaltungsposten in Geilenkirchen. Bei demokratischen Wahlen kommt so etwas öfters vor. Aber das ist auch gut so – es ist die Mehrheit derer, die ihre Stimme abgegeben haben. Der/Die Bürger(in)/Wähler(in) soll letztlich auch darüber entscheiden, wer als Vertreter die politischen Entscheidungen tragen soll.

Daniela Ritzerfeld wird nun neue Bürgermeisterin. Die parteilose Juristin wurde mit Unterstützung der CDU, SPD, Grüne und der Bürgerliste in den Ring geschickt. Mit ihr an der Spitze der Verwaltung beginnt für Geilenkirchen im Oktober eine neue Zeitrechnung. Erstmals wird eine Frau an der Spitze der Verwaltung sein. Die derzeitige Leiterin des Dezernat III (Amt für Soziales, Jugendamt, Amt für Sozialplanung und nachhaltige Kreisentwicklung) bei der Kreisverwaltung Heinsberg, hat nun fünf Jahre Zeit zu beweisen, dass sie die Richtige für dieses Amt ist. Vorschusslorbeeren bekam sie bereits in der heimischen Presse. Kompetenz für dieses Amt wird ihr nachgesagt.

Georg Schmitz war bei seinem Amtsantritt weniger belastet. Er hatte keinerlei Erfahrung in der Verwaltung und schon gar nicht an leitender Position. Und dennoch kann man sagen, dass die Stadt nach fünf Jahren gut dasteht, Wachstum vorweisen kann und auch in anderen Bereichen weiter gekommen ist. Die Stadt hat sich auch unter Georg Schmitz weiterentwickelt. Ob es unter einer anderen Führung hätte besser sein können, möchte ich nicht beurteilen. Die Innenstadt ist durchaus attraktiver geworden und der Leerstand im Geschäftsbereich ist nicht schlimmer als in anderen, vergleichbaren Städten. Gewerbesteuer-Einnahmen sind gewachsen. Diese Fakten natürlich vor der Corona-Krise.

Auch deshalb verstehe ich nicht, warum in der hiesigen Presse das Wirken von Georg Schmitz so in den Dreck gezogen wird, wie Anfang der Woche.

Der noch amtierende Bürgermeister Georg Schmitz wird, nur zwei Tage nach den Wahlen, an den Pranger gestellt. Genau von denjenigen, die er über Jahrzehnte mit Stories und Neuigkeiten versorgt hat und stets ein loyaler Mitarbeiter für diesen „Laden“ war. „Videofilmchen, clownesken Szenen im Netz und Auftritte mit Norman Langen“ sind nur einige Textstellen mit denen Schmitz ins Lächerliche gezogen werden soll. Ausgerechnet jener Norman Langen, den Schmitz in den Jahren vorher unzählige Male für die Redaktion der Zeitung abgelichtet hat und diese stets in erster Reihe stehen wollte, wenn es darum ging den Sänger präsentieren zu dürfen. Jener Schreiberling, der jahrelang vom „freien Mitarbeiter“ zu genüge profitierte, wirft Schmitz vor, mehr „im Café zu sein, als Akten zu wälzen“. Vielleicht sollte dieser zuerst vor der eigenen Tür kehren!

An Geschmacklosigkeit ist das kaum zu überbieten – zumal Georg Schmitz noch bis zur konstituierenden Sitzung des Rates offiziell Verwaltungschef ist. Hier wird der Bürgermeister verunglimpft, der von mehr von 56% der Bürger vor fünf Jahren gewählt wurde. Außerdem ist es ein ganz schlechter Stil! Hierbei fehlt einfach der Respekt vor dem Amtsinhaber.

Zum Schluss bleibt zu hoffen, dass die neue Bürgermeisterin die Interessen der Bürger erstrangig behandelt und nicht in eine Abhängigkeit der sie unterstützenden Parteien gerät. Denn diese werden sicherlich im Laufe der Wahlperiode die „Beihilfen zur Kampagnen-Finanzierung“ anderweitig einfordern wollen. Ich glaube nicht, dass sich Parteien als Finanzier ohne Nutzen präsentieren. Die „Zwangsehe“ mit den Unterstützern muss schnell wieder geschieden werden! Für Daniela Ritzerfeld fängt im Oktober eine Zeit an, in der sie zeigen muss, dass sie die notwendige Kompetenz für das Bürgermeister-Amt hat. Zudem muss sie Rückgrat beweisen, wenn die Parteien sie an den Wahlkampf erinnern.

Ich wünsche viel Erfolg!

26 Kommentare zu Meine Meinung: Ganz schlechter Stil – Neue BM muss Rückgrat beweisen

  1. Meine Meinung: der beste Politiker kann nichts erreichen wenn sein Umfeld gegen ihn ist. Dafür hat der Bürgermeister der Stadt Geilenkirchen Vorbildliches geleistet. Schade das jetzt viele nur schlecht über ihn reden. Ich hoffe das die neue Bürgermeisterin mehr Unterstützung von der Verwaltung bekommt.

  2. Danke,für diesen zutreffenden Bericht, ich bin ganz bei ihnen.
    Es ist typisch scheidenden Menschen sei es im Beruf oder noch schlimmer nach dem Tod mit Dreck zu beschmeißen.
    Die vorher von Georg Schmitz profitiert haben,sind eventuell jetzt seine Gegner.
    Frau Ritzerfeld muss auf zweierlei Arten Rückgrat bewiesen, einmal gegen die Parteien und gegen die Führungskräfte im Rathaus, die angeblich in den letzten fünf Jahren die Geschäfte geleitet haben.Für diese Leute im Amt weht ja wohl dann auch ein frischer Wind. Ob sie sich dann die Butter vom Brot nehmen lassen, ist die andere Sache.
    Georg Schmitz, kann mit Stolz seinen Stuhl freimachen bei dem Ergebnis, ohne viele Leute im Rücken die für ihn von Ort zu Ort gelaufen sind und Klinken geputzt haben.
    Ich bin Jahrgang 1951 und habe noch keinen freundlicheren Bürgermeister erlebt.
    Georg Schmitz wünsche ich alles erdenklich Gute und da er ja nur in Cafés und Restaurants gesessen hat, werde ich ihn bestimmt einmal treffen.

  3. Chapeau ! Dem ist nichts hinzuzufügen !

    Würde so mancher aus der Politik und von den etablierten Parteien wie deren Spücheklöpler in Bezug auf Geilenkirchen vor seiner eigenen Haustür kehren oder die versteckten Leichen in seinem Keller aufsuchen so manche Nase würde an ihrem eigenem Geruchsinn gemessen den eigenen Hochmut Arroganz und Verlogenheit attestieren.

  4. Gut geschrieben,ist es üblich über jemanden herzuziehen, der bei den Bürgern sehr beliebt und jederzeit ein offenes Ohr hatte ?

  5. Traurig,traurig.Ich kenne Schorsch wie ihn die meisten kennen schon sehr ,sehr lange.Und Georg ist immer eine ehrliche Person gewesen.Hilfsbereit mit einem offenen Ohr bei Problemen. Und wer ihn in Geilenkirchen erlebte merke auch sofort das er für sein Amt und die Bevölkerung stand. Ich empfinde es Respektlos und Geschmacklos über jemanden Unwahrheiten zu verbreiten.Ich kann nur sagen DANKE lieber Schorsch-ich hätte mir GEWÜNSCHT das Du unser Bürgermeister gewesen wärst. Gruß Kurt

  6. Im Fußball nennt man so etwas nachtreten wenn er das in der Vergangenheit geschrieben hätte wäre es OK gewesen jetzt ist es nur peinlich wie der Schreiberling selbst

  7. Ich muss Ihnen recht geben dieser Kommentar war sowas von unmöglich das dieser Mann in Rente geschickt werden sollte.Gerade dieser Schreiberling sollte mal auf sich schauen wenn er laufend vor der Türe steht und raucht dienstlichen Zeitverschwendung.Soviel zur neutraler Berichterstattung.

  8. Es ist schwierig, gegen den Politik Klüngel anzutreten, wenn dieser andere Personen propagiert.

    „In der Politik passiert nichts zufällig. Wenn es doch einmal passiert, war es so geplant.“
    Zitat von Franklin Roosevelt

  9. Danke, für diesen auf den Punkt gebrachten Kommentar. Es ist sehr schade das Georg Schmitz es nicht geschafft hat. Er war ein Bürgermeister, der für seine Bürger da war. Er hatte immer ein offenes Ohr und nahm sich Zeit. Ich lebe seid fast 45 Jahre in Geilenkirchen, noch nie war ein Bürgermeister so präsent und freundlich den Bürger gegenüber.. Ich wünsche ihm alles Gute.

  10. Für manche Journalisten ist journalistisches Ethos vollkommen fremd.Das hat die lokale Presse der AZ zur Genüge unter Beweis gestellt.

  11. Vielen Dank für diesen zutreffenden Bericht. Diesercspricht mir aus der Seele.
    Es bleibt nur zu sagen
    Danke Georg Schmitz
    für die letzten 5 Jahre .Danke was Du für meine Wahlheimat Geilenkirchen alles getan hast und erreicht hast .
    Danke für Deine menschlichkeit
    Danke für Dein immer offenes Ohr
    Danke das Du einer von uns geblieben bist .
    Frau Ritzefeld wünsche ich natürlich viel Erfolg und das sie nur das Beste für Geilenkirchen erreicht .

  12. Ich kann mit ruhigem Gewissen sagen „Ich habe dich gewählt Schorch“ und genau aus diesen überwiegend positiven Gründen die hier schon mehrfach erwähnt wurden. Die „negativen“ Seiten zeigen doch nur Menschlichkeit, auch in diesem Posten. Und das unser Bürgermeister Menschlichkeit und nicht nur trockene Politik gezeigt hat, ist ja wohl nicht zu leugnen. Ich bin mal gespannt wie oft man nun Frau Ritzerfeld in einem Café sitzt um Mit den Bürgern zu reden. Anstatt der Bürger in eine sterile Amtsstube muss (natürlich dann mit Termin, der wegen Corona bestimmt schwer zu bekommen ist)
    Vielen Dank für diesen Bericht,
    vielen Dank Schorch für die 5 Jahre Bürgermeister für die Bürger.
    Und viel Erfolg Frau Ritzerfeld.

  13. Einige Fakten trugen dazu bei, dass Schorsch es knapp verfehlt hat:
    – die hiesigen Verantwortlichen der AZ mögen ihn nicht. Vielleicht liegt es gerade daran, dass er jahrelang für sie gearbeitet hat. Ich möchte jetzt nicht polemisieren, hoffe jedoch, dass sie der neuen Chefin im Rathaus die gleiche kritische Betrachtung zukommen lassen, die sie Schorsch gewidmet haben.

    – die letzte Enthaltung zum Thema: Fluhafensiedlung Teveren. Das war nicht gut. Nicht, dass es etwas geändert hätte, aber er hätte hier „seine Marke“ zeigen müssen; zumal er Verständnis für die Lage gezeigt hat. Das waren auf dem letzten Drücker ganz schnell mal etliche Stimmen, die verloren gingen. Nicht, dass Frau Ritzerfeld anders gehandelt hätte; denn sie hätte zwischen DEN Stühlen DER Parteien gesessen, DIE für die Entwicklung in Teveren stehen. Aber sie saß nun mal nicht dort…

    – das dauernde Gemecker der GK-Parteien über seine „Tatenlosigkeit“ kann man nur mit einem Kopfschütteln als blanken Hohn bezeichnen. Sie haben sich (ihrer Meinung nach) den A. aufgerissen und Schorsch war beliebt. Dass das Fakt ist, möchte ich daran aufzeigen, dass es 4 Parteien bedurfte, die rund 75% der Wähler binden und trotzdem nur 50% gegen ihn mobilisieren konnten. Sie sollten doch froh sein, dass sie schalten und walten konnten und er sorgte für die positive Stimmung. Er hätte mit seiner Stimme NICHTS ändern können im Rat. Er hatte kompetente Leute im Rathaus, die wußten / wissen, wie man ein Amt leitet. Aus dieser Ecke hört man auch auffällig wenig Kritik.
    Schauen wir mal, was in Zukunft so passiert im Rat. 4 Parteien, die sich nicht unbedingt GRÜN (im Sinne des Wortes) sind… und gemeinsam hinter einer neuen BM stehen (noch). Insbesondere die Grünen standen noch nie lange hinter einem BM. Im Gegenteil.

    – Alt-BM Fiedler verkörperte genau DAS positiv, was die Parteien Schorsch ankreiden und waren hocherfreut, dass er nicht mehr antrat. So hocherfreut, dass sie jeden Kandidaten aus dem Hut zauberten, der nur eine marginale Chance gegen Fiedler gehabt hätte vor 5 Jahren. Dass DER sich das nicht antun wollte, war richtig und nachvollziehbar.

    Bleibt die Frage: WAS WOLLEN die Parteien eigentlich? Ich befürchte das Schlimmste: sie wissen es selbst nicht!

    Trotz meiner positiven Haltung zu Schorsch – ich wünsche D. Ritzerfeld ein gutes Händchen, ein starkes Rückgrat und – VIEL GLÜCK!

  14. Sie haben es genau auf den Punkt gebracht.Der Schorsch hat super Arbeit in seinen 5 Jahren als Bûrgermeister geleistet.

  15. Bravo für diesen Kommentar. Die Wahl war wie ein Kampf 5 gegen 1 und sich dann freuen, wenn man hauchdünn gewinnt. Für mich bleibt Georg aucb bis 2025 der Bürgermeister von Geilenkirchen. Ich werde ihn weiter so ansprechen. Man trifft ihn ja öfters unter den Menschen der Stadt

  16. Wie Frau Ritzerfeld sich in einem Video, nach Stimmauszählung, vor dem Rathaus feieren ließ und dies mit einem hauchdünnen Vorsprung. Das ist blamabel. Für Frau Ritzerfeld gab es 4 (VIER) Steigbügelhalter (Grüne, CDU, SPD und Bürgerliste). Schorsch stand als „Alleinkämpfer“ tapfer im Ring und kassierte so 49,45 Prozent. Alle Achtung Schorsch. Ich befürchte nur, dass der Provinzkaiser aus Heinsberg Stimmung gegen Schorsch gemacht hat, um seine Mitarbeiterin in Geilenkirchen als Bürgermeisterin zu positionieren. Nicht direkt, doch man hat ja so seine Kanäle. Wenn ich mich richtig erinnere, so hat doch vor 5 Jahren der Aachener Zeitungsverlag schon einmal Stimmung gegen Schorsch gemacht. Dieser Möchtegernsänger Norman Langen, hat sein wahres Gesicht gezeigt. Ein kleiner schmieriger Intrigant der leichten Unterhaltung. Schorsch wurde ausgenutzt und fallen gelassen. Er hat seine Schuldigkeit getan, und das war es. Jeder sollte sich hinterfragen, mit welchen Menschen man sich umgibt und ob diese einen nicht ans Messer liefern würden? Ja, Frau Ritzerfeld wird es hoffentlich sehr schwer im Amt haben, denn vier Steigbügelhalter wollen ALLE loyal behandelt werden. Jeder möchte sein Projekt durchgedrückt bekommen. Im Falle der „Grünen“ wäre das (wie unrealistisch und größtenwahnsinnig) ein Adventure-Golfplatz.

  17. Schorsch,damit haben die wenigsten gerechnet,wir kennen uns über 35 Jahre,ein absoluter guter Mensch,mit immer ein offenes Ohr für Alle Menschen

  18. Ich weiß nicht ob es sportlich ist wenn 4 gegen 1 gespielt wird.Und nur dadurch wird man in geilenkirchen eine neue Bürgermeisterin haben.Und wenn man auch sieht,wie der Wahlkampf geführt wurde,indem man Georg Schmitz vielfälltig in den Schmutz gezogen wurde und auch noch wird,so ist diese Wahl überaus Peinlich für eine Stadt

  19. Sicherlich ist der Artikel auf Grund dee Nähe zum alten BM verständlich aber warum einem U.S. so eine Plattform bieten? Die journalistischen Fähigkeiten sind doch stark limitiert, dass wissen doch 80 Prozent der Leute in der Stadt. Wenn man ewig im Schatten steht und nur der Kronprinz ist, wird man irgendwann zum Königsmörder. Das ist im Hause Saud nicht anders

  20. dem Kommentar kann ich nur zustimmen. Dieser U.S. ist neidisch und stark limitiert. Journalistisches Handwerk beherrscht ist ihm fremd.

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