Maria Beaujean gibt auf eigenen Wunsch ihr Ratsmandat auf. Franz-Michael Jansen wird dieses übernehmen.
Geilenkirchen. Ende Juli wird die CDU-Kommunalpolitikerin Maria Beaujean aus dem Rat der Stadt ausscheiden. Gleichzeitig muss sie ihren Vorsitz im Umwelt- und Bauausschuss abgeben. „Die Belastung mit Beruf und Politik ist ganz einfach zu groß geworden. Der Beruf nimmt mich sehr in Anspruch, so dass ich diese Entscheidung treffen musste. Sie fiel mir nicht leicht. Ich möchte aber gerne als sachkundige Bürgerin im Ausschuss bleiben“, so Maria Beaujean. Auf der CDU-Liste für „Nachrücker“ steht Franz-Michael Jansen ganz oben. Er ist als Stellvertreter von Beaujean in die Kommunalwahl gegangen und stand an Position zwei. Ob er das Amt bekleiden wird, war zunächst unklar. „Es gab vor vielen Jahren einmal die Vorgabe in der CDU, dass es keine Doppelmandate geben soll. Aber das war vor der Kommunalwahl auch nicht geplant“, so Jansen. Nachdem er nicht in den Stadtrat gewählt wurde, trat er bei den Kreistagswahlen an und ist seitdem dort vertreten. Die CDU ist im vergangenen Jahr aber auch mit der Maßgabe zur Kommunalwahl angetreten, die Strukturen innerhalb der Partei in Geilenkirchen zu verjüngen und auch die Anzahl der Frauen in der Partei zu vergrößern. Dies geschah u.a. mit Maria Beaujean. Jetzt gab es in der CDU eine Reihe von Diskussionen, die eine andere Wahl als den damaligen Stellvertreter Jansen für sinnvoller hielten. Der geschäftsführende Vorstand der CDU Geilenkirchen beschäftigte sich in dieser Woche mit dem Thema und kam zum Ergebnis, dass Jansen das Ratsmandat übernehmen wird. Dies bestätigte auch Franz-Michael Jansen gegenüber geilenkirchen-lokal.de: „Ich werde das Mandat von Maria Beaujean übernehmen wird.“

Die Geilenkirchener CDU hat sich mal auf die Fahnen geschrieben die Partei/ Fraktion jünger und weiblicher zu gestalten. Da müssen die Hünshovener WählerInnen jetzt aber „glücklich“ sein, dass sie jetzt in der Umsetzung dieser Parteilinie als Ersatz für eine junge, kompetente Stadtverordnete, mit Franz Michael Jansen ein politisches Fossil und männliches Auslaufmodell erhalten.
Ob die WählerInnen aus Hünshoven das so gewollt haben, als sie Frau Beaujean per Direktmandat in den Rat der Stadt Geilenkirchen wählten, wird sich spätestens bei den nächsten Kommunalwahlen zeigen. Bis dahin müssen die Hünshovener BürgerInnen mit einem Vertreter Vorlieb nehmen, den sie nicht gewählt haben, der anderweitig bei der Stadtratswahl gescheitert ist und seine Kreistagskandidatur gegen einen Mehrheitsbeschluss seines CDU Stadtverbandes Geilenkirchen erzwungen hat. Für mich ist das Signal eindeutig, was die CDU anderweitig nicht will, ist für Hünshoven immer noch gut genug.