GeloBad: Der Name wird bleiben!
Geilenkirchen. Das Gelobad der Stadt Geilenkirchen bleibt ab Samstag, 21. März, vorübergehend geschlossen. Grund hierfür sind planmäßig anstehende Revisions- und Grundreinigungsarbeiten. Dabei werden technische Anlagen überprüft und Wartungen umgesetzt, um die hohen Hygiene- und Sicherheitsstandards des Bades dauerhaft zu gewährleisten.
Während dieser Zeit wird das Bad umfassend gereinigt und technisch überprüft. Zu den klassischen Arbeiten im Rahmen einer Revision gehören unter anderem:
- vollständiges Ablassen der kleineren Becken und gründliche Reinigung der Beckenflächen, Fliesen und Fugen,
- intensive Reinigung der Überlaufrinnen und Schwallwasserbehälter,
- Wartung und Kontrolle der Filteranlagen, Pumpen und Wasseraufbereitungstechnik,
- Überprüfung der Lüftungs-, Elektro- und Steuerungstechnik,
- Grundreinigung der Barfußbereiche, Umkleiden sowie Dusch- und Sanitäranlagen,
- technische Kontrollen und kleinere Instandsetzungsarbeiten im gesamten Gebäude.
Diese Arbeiten können aus betrieblichen Gründen nur außerhalb des Badebetriebs durchgeführt werden.
Die Stadt Geilenkirchen weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei der Schließung um eine übliche und turnusmäßige Betriebspause handelt, wie sie in Schwimmbädern regelmäßig erforderlich ist. „Mir ist bewusst, dass es in der Vergangenheit zu außerplanmäßigen Schließungen gekommen ist, die für Unmut gesorgt haben. Umso wichtiger ist mir der Hinweis, dass es sich bei der jetzigen Maßnahme um eine planmäßige und notwendige Revision handelt, die unabhängig davon durchgeführt wird“, erklärt Bürgermeister Armin Leon. „Die Revision und die Grundreinigung gehören zu den festen Abläufen im Betrieb eines Hallenbades. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die technische Sicherheit, die Wasserqualität und die hygienischen Standards dauerhaft auf dem hohen Niveau zu halten, das unsere Besucherinnen und Besucher zu Recht erwarten.“
Auch der Erste Beigeordnete Herbert Brunen betont den rein technischen Hintergrund der Maßnahme: „Wir nehmen die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft sehr ernst. Gleichzeitig ist es mir wichtig zu betonen, dass die jetzige Schließung nicht mit personellen Engpässen zusammenhängt, sondern ausschließlich der technischen Wartung und Instandhaltung dient. Nur so können die turnusmäßig vorgesehenen Wartungs- und Reinigungsarbeiten gründlich durchgeführt werden. Gleichzeitig nutzen wir diese Zeit, um technische Verbesserungen umzusetzen, die sich im laufenden Badebetrieb nur schwer realisieren lassen.“
Ergänzende Maßnahmen im Rahmen der diesjährigen Revision
Im Zuge der aktuellen Revision werden über die üblichen Wartungs- und Reinigungsarbeiten hinaus zusätzliche technische Maßnahmen umgesetzt. So werden unter anderem der Hubboden sowie die Kompressoren umfassend überprüft. Darüber hinaus erhalten die Startblöcke eine neue Beschichtung, und altersbedingt werden Rauchmelder im Gebäude ausgetauscht.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der technischen Optimierung der Sanitäranlagen, zum Beispiel bei den Duschen. Sie funktionierten nicht richtig. Ursache hierfür waren unter anderem Verkalkungen und Ablagerungen in den Magnetventilen der Duscharmaturen. Diese Bauteile sind systembedingt empfindlich gegenüber Kalk und Schmutzpartikeln. Da beim Bau des Bades keine Enthärtungsanlage installiert wurde – was nicht verpflichtend ist –wird nun eine entsprechende Anlage nachgerüstet. In diesem Zuge werden auch die betroffenen Magnetventile vollständig erneuert. Für die Arbeiten ist eine punktuelle Öffnung von Wandbereichen erforderlich, die anschließend fachgerecht wieder verschlossen werden.
Auch die Warmwasserregelung wird überarbeitet. Ein defektes, verkalktes elektronisches Bauteil hatte zuletzt zu temporär kalten Duschen geführt. Zusätzlich wird der Wärmetauscher, der bislang immer wieder im laufenden Betrieb instandgesetzt wurde, nun vollständig ersetzt.
Die Revision wird von insgesamt zehn spezialisierten Fachfirmen begleitet. Parallel dazu werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gelobads im Rahmen verpflichtender ganztägiger Schulungen und Unterweisungen – beispielsweise in Erster Hilfe – weiterqualifiziert.
Die Dauer der Revision beträgt voraussichtlich drei bis vier Wochen und entspricht damit dem üblichen Zeitraum für Bäder dieser Größenordnung im öffentlichen Betrieb, wie auch ein Vergleich mit anderen Einrichtungen im Kreisgebiet zeigt.
