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Alemannia geht gegen Ingolstadt erstmals als Favorit ins Spiel – Hyballa lobt Thomas Zdebel

Redaktion Veröffentlicht:15. Oktober 2010 | Aktualisiert:17. Oktober 2010 4 Minuten gelesen

Aachen. Vieles passt im Moment rund um den Tivoli. Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen, beim Tabellenführer in Berlin einen verdienten Zähler entführt, siegreiche Testspiele in der Länderspielpause und mit Alper Uludag ein neuer Junioren-Nationalspieler. Kein Wunder, dass Alemannia-Coach Peter Hyballa sein Team gegen den FC Ingolstadt in der Favoritenrolle wähnt. Der 34-Jährige warnt allerdings: „Der FC Ingolstadt ist nicht so schwach, wie es die vier Punkte vielleicht ausdrücken.“

Eine spielerisch gute Mannschaft erwartet der Trainer, die kompakt im Block verteidigen werde. „Zum ersten Mal sind wir so ein bisschen der Favorit. Jeder erwartet von uns einen Dreier, wir selbst tun das auch. Aber wir müssen seriös arbeiten. Wir nehmen Ingolstadt verdammt ernst“, erklärte Hyballa am Freitag. Nach vielen Schulterklopfern („Ich laufe schon rum wie Quasimodo“) sei es wichtig, das Hertha-Spiel endgültig aus dem Kopf zu bekommen.

Nach den ersten zweieinhalb freien Tagen seit Ewigkeiten wurde die Intensität am Dienstag und Mittwoch gleich wieder in Richtung Maximum aufgedreht. „Wir haben sehr hart trainiert“, bestätigt der Coach. Seit Mittwochmittag auch wieder mit Alper Uludag, der als zweifacher Nationalspieler von der türkischen U21 zurückkehrte. „War gut, Trainer – mehr hat er eigentlich nicht gesagt“, berichtet Hyballa, der positives Feedback von den türkischen Verantwortlichen erhielt und telefonisch durchgehend mit dem jungen Mittefeldspieler im Kontakt war. „Es ist für Alemannia Aachen doch eine tolle Auszeichnung, wenn die Spieler durch Europa fliegen und Länderspiele bestreiten. Darauf können wir stolz sein“, findet der Trainer.

In der täglichen Arbeit bleibt die Chancenverwertung ein Thema, wo die Trainer noch deutliches Steigerungspotenzial sehen. Auch wenn Änderungen prinzipiell nicht zu erwarten sind („In Berlin haben alle Elf einen guten Job gemacht“), ist die Spannung auf dem Übungsplatz dennoch hoch. „Nummer 12, 13 und 14 sind eigentlich viel wichtiger als Nummer 5 und 6, denn sie machen weiterhin Druck auf die erste Elf. Herauszuheben ist da ganz klar Thomas Zdebel, den ich als absoluten Musterprofi anerkenne. Wie er auch mit seinen direkten Konkurrenten umgeht, ist einfach stark“, lobt der Trainer seinen Routinier, der ständig voraus marschiert.

Ein „wichtiger Schritt in der Entwicklung dieser jungen Mannschaft“ sei der Auftritt im Olympiastadion gewesen, sagt Hyballa. Den Elan und die Willenskraft aus dieser Partie solle das Team mitnehmen, empfiehlt der Trainer. Intern sind die 90 Minuten durchaus als die nächste Stufe im Erwachsenwerden der Straßenköter gewertet: „Vielleicht war die zweite Halbzeit in Berlin für die Fans nicht immer ein Hochgenuss, aber aus Trainer-Sicht war es taktisch ganz einfach hervorragend“, lobt Hyballa. Es geht weiter voran bei der Alemannia, und das soll so bleiben: „Dafür müssen wir 90 Minuten genauso ackern wie gegen Hertha.“

Neben dem Langzeitverletzten Markus Daun fallen Seyi Olajengbesi, Thorsten Stuckmann, Nico Herzig und Thorsten Burkhardt aus. Die beiden Vereine trafen bislang nur in der Saison 2008/2009 aufeinander. Auf dem Tivoli gewann die Alemannia durch ein frühes Tor von Benjamin Auer mit 1:0, das Rückspiel in Ingolstadt endete 0:0. Die Partie wird geleitet von Tobias Christ. Ihm assistieren Patrick Alt und Timo Gerach. Vierter Offizieller ist Guido Kleve. Bislang wurden für die Partie gegen Ingolstadt rund 15.000 Tickets verkauft. Karten sind in den Alemannia-Shops im Tivoli und in der Pontstraße, über die Hotline 01805 / 018011 (14 Cent pro Mi­nu­te aus dem dt. Fest­netz, Mo­bil­funk­preis ma­xi­mal 42 ct/min), im Internet bis vier Stunden vor Spielbeginn unter www.alemannia-tickets.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen zu erwerben. Zudem sind am Sonntag die Tageskassen wie gewohnt 2,5 Stunden vor Spielbeginn geöffnet.

Beim Spiel macht die Alemannia allen Fans ein besonderes Angebot. Und zwar jedem Dauerkarteninhaber, der zusätzlich noch eine Tageskarte für dieses Heimspiel erwirbt. Dafür erhält er eine Gutschein-Karte für ein Aktions-Menü, bestehend aus einer Portion Pommes Frites oder einer Bratwurst sowie einem Getränk. Die Tageskarten plus Gutschein sind noch bis einschließlich Samstag in den Alemannia-Shops erhältlich. Das Angebot gilt nicht für Kinder- und Jugendkarten. Der Gutschein kann nicht bar ausbezahlt werden und ist nur für das Heimspiel gegen Ingolstadt gültig.

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