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Geilenkirchens Kommunalpolitiker wollen mehr über Stadtmarketing erfahren

Redaktion 20. März 2013 3 Minuten gelesen

Geilenkirchen. Effektiver als bislang wollen die Geilenkirchener Kommunalpolitiker das Thema Stadtmarketing angehen. Über den Vorschlag der Verwaltung, einen Arbeitskreis dazu zu gründen, wurde allerdings im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung nicht entschieden. Nach langer Diskussion entschloss man sich, zunächst einen externen Referenten zu diesem Thema zu hören.

Zu Beginn der Diskussion hatte CDU-Sprecher Wilhelm-Josef Wolff bemängelt, dass die Fraktionen aus der Presse und nicht von der Verwaltung von den Arbeitskreis-Plänen erfahren hatten und der Bürgermeister sich selbst (Wolff: „Von Gottes Gnaden“) als Vorsitzender vorgeschlagen habe. Dem Ausschuss erteilte Wolff die Note „mangelhaft“, in den vergangenen vier Jahren – also seit der Kommunalwahl – sei nichts Entscheidendes beraten oder entschieden worden, vorher sei das anders gewesen, sagte Wolff. Statt nach dem Motto „Wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründe ich einen Arbeitskreis“ zu verfahren, müssten künftig aus dem Ausschuss heraus gemeinsam mit der Verwaltung Ideen entwickelt werden, forderte Wolff.

Die anschließende Diskussion zeigte, dass es vor allem darum geht, den Begriff Marketing klar von dem der Wirtschaftsförderung abzugrenzen. Nils Kasper (FDP) wollte zum Beispiel wissen, was in einem solchen Ausschuss anders sei als im Aktionskreis für Handel und Gewerbe, und Gabriele Kals-Deußen (SPD) bemängelte, dass der vorliegende Beschlussentwurf zu substanzlos sei, das Konzept für einen solchen Arbeitskreis müsse im Ausschuss entwickelt werden.

Bürgermeister Thomas Fiedler erinnerte daran, dass die Kommunalpolitiker mit der Arbeit des ehemaligen „Lenkungskreises“ unzufrieden waren. Die Möglichkeit, In das Vakuum, das mit der Auflösung des Lenkungskreises entstand, zu stoßen, hätten die Ausschussmitglieder jedoch nicht genutzt. Er, so Fiedler, hänge nicht an dem von ihm vorgelegten Konzept. Wenn der Ausschuss Marketingideen entwickeln wolle, sei er durchaus dafür. Ein Marketing-Gremium gleich welcher Struktur müsse sich ohnehin stets die Zustimmung des Ausschusses holen.

Trotz des offensichtlichen Bedürfnisses, Konkreteres zum Thema Stadtmarketing zu erfahren, hielt Gabriele Kals-Deußen es nicht für zielführend, nochmals in den Fraktionen darüber zu beraten. Ihr Fraktionskollege Joachim Möhring bemängelte, das von der Verwaltung vorgelegte Modell des Arbeitskreises mit 17 Mitgliedern sei viel zu groß für eine effektive Arbeit. Das sahen für die FDP Nils Kasper und für die Grünen Rainer Jansen („Wir brauchen eine kleine schlagkräftige Truppe“) auch so.

Der Ausschuss verzichtete schließlich auf eine Abstimmung über das vorgelegte Arbeitskreiskonzept, er will sich stattdessen schnellstmöglich von einem Experten über Stadtmarketing informieren lassen. Ausschuss-Vorsitzender Hans-Jürgen Benden (Grüne), der sich zuvor mehrfach gegen den Vorwurf, der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung leiste keine effektive Arbeit, gewehrt hatte, hielt dies für ein gutes Ergebnis der Diskussion. (mh)

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