Die AFD-Fraktion im Rat der Stadt hat ihr Fraktionszimmer im Haus Basten.
Geilenkirchen. Den Lebenden zur Mahnung, steht auf der Gedenktafel an Haus Basten. Es klingt wie ein schlechter Scherz, was die Verwaltung der Stadt Geilenkirchen nach der Kommunalwahl in Bezug auf die Bereitstellung von Fraktionsbüros der gewählten Parteien durchgeführt hat. Ausgerechnet die AFD-Fraktion im Rat der Stadt Geilenkirchen bekam im Haus Basten Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Die AFD ist vom Verfassungsschutz in diesem Jahr als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft worden. Und ausgerechnet für diese Partei wurde ein Fraktionsbüro in einem denkmalgeschützten Haus bereit gestellt, das in seiner Geschichte auch auf die Reichspogromnacht verweist. In der NS-Zeit wurde das Haus Basten niedergebrannt. Zwei Gedenktafel zieren den rückwärtigen Eingang des Hauses. Die Klingel mit der Aufschrift AFD-Fraktion prangert neben der Eingangstür. Unmittelbar drüber ist eine weitere Türklingel angebracht, an der „Begegnungsstätte Haus Basten“ steht. Und das kann nicht zufällig passiert sein. Die AFD hat die Klingel sicherlich nicht selbstständig angebracht. Diese darf ausschließlich durch Personen der Verwaltung angebracht werden.
Der frühere Bürgermeister Heinrich Cryns enthüllte am 9. November 1988 zum 50-jährigen Gedenken an die Reichspogromnacht die Gedenktafel, die an der Fassade angebracht ist. Darauf steht folgender Text, der aus dem Hebräischen übersetzt wurde:
„SIE HABEN AN DEM HEILIGTUM FEUER GELEGT UND ENTWEIHTEN DIE WOHNUNG DEINES HAUSES BIS AUF DEN GRUND“
Eine zweite Gedenktafel die unmittelbar daneben hängt, hat folgende, eingemeißelte Inschrift:
ZUM GEDENKEN AN DIE JÜDISCHEN MITBÜRGER, DIE WÄHREND DER NS-ZEIT OPFER DER GEWALTHERRSCHAFT WURDEN:
DEN TOTEN ZUR EHRE –
DEN LEBENDEN ZUR MAHNUNG
Die Geschichte des Haus Basten sollte im Rathaus auch bekannt sein.
Dass jede gewählte Partei ein Anrecht auf Fraktionsräume hat, ist in unserer demokratischen Gesetzgebung festgelegt und muss eingehalten werden. Ob die AFD jedoch gerade in diesem Haus Platz findet, sollte hinterfragt werden. Warum ist dieses Fraktionszimmer nicht, wie alle anderen, im Rathaus? Ob der „AFD-Einzug“ in das Haus Basten aus Platzgründen im Rathaus erfolgte, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Eine Anfrage der Redaktion am Freitag blieb bislang unbeantwortet.

Hier kann man Herrn Kirschbaum nur ohne jeden Abstrich zustimmen.
Gedankenlos, geschmacklos, geschichtsvergessen oder einfach nur Dummheit , ganz gleich wie man es sieht oder wie diese Zuweisung zustande kam, hier kann es nur eine Reaktion geben: raus aus Haus Basten mit dieser Partei, die rechtsradikales Gedankengut vertritt und engste Beziehungen zu Putin unterhält.
ja, mal Herrn Nickels ausnahmsweise Recht geben. Gedankenlos, im Rathaus. Aber die Gebühren nächstes Jahr erhöhen. In anderern Stadten geht das besser z.B. Erkelenz. Mal die Beamten und Rats mitglieder in die Lehre schicken. Eben, was braucht man wirklich?? Ortsvorsteher, teurer Luxus. Und, mehr Ratsmitglieder, mehr „aufwandsentschädigungen“ kann man doch eine GesamtSumme festlegen und teilen. Was bringen die Mitarbeiter-innen der Wirtschaftsförderung überhaupt?? Gibt es eine Kosten-Nutzenrechnung?? (für Verwaltung wohl ein Fremdwort. Muss der Ordnungsdient mit 3 Mann durch GK fahren?