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Radfahrer machen Gehwege für Senioren zu gefährlichen Strecken

Redaktion Veröffentlicht:21. November 2012 | Aktualisiert:23. November 2012 2 Minuten gelesen

Geilenkirchen. Der Fußweg in die Innenstadt kann für Senioren zu einem gefährlichen Unterfangen werden, da immer wieder rücksichtslose Radfahrer unterwegs sind. Das ist eine der Erfahrungen, über die Renate Schlegel als Seniorenbeauftragte dem Ausschuss für Bildung und Soziales berichtete. Dabei seien es durchaus nicht überwiegend Kinder oder Jugendliche, sondern auch erwachsene Radfahrer,  die den Alten auf Bürgersteigen ohne Radwege das Leben schwer machten und sie oft genug zu riskanten Ausweichmanövern zwängen.

In ihrem Jahresbericht nannte die Seniorenbeauftragte die Strecken von Hünshoven in die Innenstadt und von der Ecke Martin-Heyden- und Konrad-Adenauer-Straße zum Markt als besonders gefährliche Wege. Wenn man einen der Radfahrer anspreche, bekomme man entweder eine dumme oder gar keine Antwort. Bei einem Gespräch, dass Mitglieder des Runden Tischs für Altenarbeit mit Vertretern des Ordnungsamtes und der Polizei führten, habe es zwar eine lebhafte Diskussion gegeben aber auch die ernüchternde Feststellung, dass das Ordnungsamt nur für den ruhenden Verkehr zuständig sei und die Polizei zu wenig Personal für wirksame Kontrollen habe.

Eine weitere Gefahr vor allem für ältere Menschen liege auch darin, dass kaum ein Autofahrer in dr Innenstadt sich an die Tempo-20-Begrenzung hielte. Wenn es doch einer tue, müsse er damit rechnen, von nachfolgenden Fahrern bedrängt zu werden.

Renate Schlegel, die seit März 2011 Seniorenbeauftragte ist, berichtete jedoch auch über positive Erfahrungen. So seien die neu aufgestellten Sitzbänke in der Stadt sehr gut angenommen worden, und auch die Pflasterung des Marktplatzes sei nun so, dass auch ältere Menschen keine Angst mehr vor Stürzen haben müssten. Grundsätzlich gelungen sei auch die Pflasterung der Bürgersteige. Allerdings seien hier die schwarzen Fliesen bei Regenwetter oder herbstlichem Blätterfall sehr rutschig. Man müsse überlegen, ob man hier nicht mit geringen Mitteln Abhilfe schaffen könne.

Nicht umsetzen können habe man die Idee, in der „Flaniermeile“ der Stadt eine Bücher-Tauschbox aufzustellen. Es habe sich niemand gefunden, der genügend Zeit für eine Betreuung habe , außerdem befürchtete man Vandalismus, sagte Renate Schlegel, die sich für ihrer weitere Arbeit wünschte, vermehrt von Bürgerinnen und Bürgern angesprochen zu werden. (mh)

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