Corona-Krisenstab: Appell an die Bürger – Masken verstärkt tragen

Kreis Heinsberg. Angesichts der weiter steigenden Zahlen trafen sich am Nachmittag die Ordnungsamtsleiter der Städte und Gemeinden sowie Vertreter der Kreispolizeibehörde mit Krisenstabsleiter Philipp Schneider sowie Ordnungsdezernent Reinhold Lind und Kreisordnungsamtsleiter Werner Ziemer, um ein weiteres gemeinsames Vorgehen abzustimmen. Zunächst einmal gilt auch nach Überschreiten der 35er-Inzidenz weiterhin die aktuelle Coronaschutzverordnung des Landes NRW, die für diesen Fall Einschränkungen bei Feiern und Veranstaltungen vorsieht.

Krisenstabsleiter Philipp Schneider und Amtsärztin Heidrun Schößler appellierten dringend an die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Heinsberg, sich an die geltenden Regeln zu halten und vor allem auf Abstand, Hygiene, Alltagsmaske zu achten, die Warn-App zu nutzen und häufig zu lüften. Beim Kreis Heinsberg geht man davon aus, dass das Land NRW die am Mittwoch im Kanzleramt getroffenen Absprachen zeitnah in eine aktualisierte Coronaschutzverordnung einfließen lässt.

Unabhängig davon sagt Amtsärztin Schößler: „Wo mehrere Menschen zusammenkommen und verweilen, sollte man – ganz gleich ob drinnen oder draußen – eine Maske tragen.“ Die aktuelle Lage bei den Neuinfektionen lässt vor allem den Schluss zu, dass private wie öffentliche Feiern den größten Anteil am Infektionsgeschehen haben.  Deswegen appelliert die Amtsärztin an die Kreisbevölkerung: „Nicht alles, was derzeit erlaubt ist, sollte man auch machen. Ein gewisses Maß an Zurückhaltung und Verantwortungsbewusstsein kann uns in der derzeitigen Situation weiterhelfen.“ Daher solle man sich gut überlegen, Feiern überhaupt stattfinden zu lassen. Fast alle Neuinfektionen der letzten Tage im Kreis Heinsberg hängen tatsächlich mit dem Besuch von Feiern zusammen bzw. mit der anschließenden Verbreitung der Infektion in den jeweiligen Familien. Des Weiteren empfiehlt sie Amtsärztin das Tragen der Maske in den weiterführenden Schulen sowie die Regel: „Wer krank ist, bleibt eine Woche zuhause und lässt sich ggf. testen.“

Krisenstabsleiter Philipp Schneider hofft, dass der Kreis die 50er-Inzidenz nicht erreicht. Dennoch müsse man dies einkalkulieren.  „Dann“, so Schneider weiter, „werden sich die Regeln verschärfen, erst recht, wenn die am Mittwoch in Berlin diskutierten Maßnahmen ihren Niederschlag in der Coronaschutzverordnung finden wird.“ Dann wird es um Themen wie erweiterte Maskenpflicht, Sperrstunden, Alkoholverbot und sehr niedrige Teilnehmerzahlen bei öffentlichen wie privaten Feiern gehen. Schneider: „Alle können dazu beitragen, dass es nicht so weit kommt, indem Sie sich angemessen und verantwortungsvoll verhalten.“

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