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Nur in Bauchem ist der Zustand der Sportanlagen nicht befriedigend

Redaktion 4. Juli 2013 3 minutes read

Geilenkirchen. Der Modellflugplatz in Rischden ist Spitzenreiter in der Rangliste der Geilenkirchener Sportanlagen, wenn es um den Zustand geht. Er weist praktisch keine Mängel auf, allerdings wird hier auch nicht Fußball gespielt wie auf den anderen Plätzen der Stadt, die nun von Verwaltungsmitarbeitern sowie Vertretern der Vereine und des Stadtsportverbandes begutachtet wurden. Das Ergebnis dieser Sportstättenbegehung 2013 wurde im Sport- und Kulturausschuss vorgestellt, dessen Mitglieder sich allerdings auch mit dem Zustand der übrigen Plätze nicht unzufrieden zeigten. Ausschussvorsitzender Hans Josef Paulus meinte, Geilenkirchen könne sich im Vergleich zu Nachbarstädten durchaus sehen lassen. Die Expertenaussage der Verwaltung spricht von einem befriedigenden Zustand, was bedeutet, dass die besichtigten Anlagen eher nur geringfügige Schäden aufweisen.

Ausnahme im Reigen der Sportplätze ist das Stadion im Heinrich-Cryns-Sportzentrum Bauchem. Hier ist die Hochsprunganlage unbrauchbar, Rasenplatz, Laufbahn, Weitsprunganlage und Kugelstoßanlage zeigen schwerwiegende Schäden, auf die Uwe Großkopf, Mitglied von ATV und Stadtsportverband, hinwies. Allerdings sind das, wie die Diskussion ergab, nicht unbedingt Verschleißerscheinungen, deren Ursache  die sportliche Nutzung ist. Uwe Neudeck (CDU) ist Nachbar des Bauchemer Platzes  und hat festgestellt, dass die Bauchemer Anlage oft sportfremde Nutzer hat. „Hier führen Leute ihre Hunde aus und üben Hundedressur. Außerdem wird öfter hier gefeiert, und schwere Fahrzeuge bringen Getränke über die Laufbahn, was der Bahn sicher nicht gut tut!“

Zu den Bauchemer und den übrigen, eher nicht so gravierenden Mängeln hatte Uwe Eggert (SPD) gefragt, ob die Verwaltung bei deren Beseitigung nach einer bestimmten Reihenfolge vorgehe. Manches sei „mit kleinem Geld“ und auch zeitnah zu erledigen antwortete Gort Houben als Leiter des Schulverwaltungs-, Sport- und Kulturamtes. Aber auch bei den größeren Mängeln zum Beispiel in Bauchem sei man „im Plan“.  Einiges werde noch im Herbst in Angriff genommen, anderes im nächsten Jahr.

Auch Bürgermeister Thomas Fiedler zeigte sich mit dem Ergebnis der Begutachtung zufrieden. Die festgestellten leichten Mängel  werde man abarbeiten. Bei den größeren Beanstandungen handele es sich oft um Dinge, die nicht benutzt würden und über deren Entfernung man nachdenken müsse, Geärgert habe er, Fiedler, sich über die Äußerung des Stadtsportverbandes, der von „25 schweren Mängeln“ gesprochen habe. Zu der zweckentfremdeten Nutzung der Bauchemer Anlage (Hundewiese oder Feierecke) meinte Fiedler, dass dies nur abzustellen sei, wenn man den Bereich einzäune. Gleichzeitig warnte er aber vor einer solchen Maßnahme, da sie einerseits sehr teuer sei und zum anderen verhindere, dass Kinder oder Jugendliche dort bolzen können.

Im Verlauf der Diskussion im Ausschuss hatte Johann Graf (Bürgerliste) angeregt, das Augenmerk nicht allein auf Fußball zu richten. Die Leichtathletik sei ein „Stiefkind“ und das gelte es zu ändern. Dazu wies Beigeordneter Herbert Brunen auf die missliche Finanzsituation der Stadt, aber auch auf den „Sportstättenentwicklungsplan“ hin. Im Zusammenhang mit diesem Plan, an dem die Stadt mit dem Stadtsportverband arbeitet, werde auch über solche Themen gesprochen. (mh)

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