Gegenüber des Kindergartens und dem Tennisplatz stehen die Roteichen, die von allen Parteien zunächst erhalten bleiben sollen.
Geilenkirchen. In der Sitzung des Umwelt- und Bauausschuss (UBA) der Stadt Geilenkirchen ging es am Dienstag in erster Linie um die Erneuerung der Martin-Heyden-Straße sowie von Teilen der Kanalisation im Bereich zwischen Parkhaus am Krankenhaus und der Abbiegung zur L42 an Burg Trips. Nach mehreren Jahren der Beantragung von Fördermitteln sollen in diesem Jahr die entsprechenden Gelder vom Land fließen. Knackpunkt in der fast zweistündigen Diskussion im Ausschuß sind rund 20 Roteichen, die im Straßenabschnitt zwischen Realschule und Gartenanlage auf Seite der Wohnbebauung stehen. Sie gehören zu einem alten Baumbestand und sind ein markant für diese Straße. Bereits zu Beginn der Sitzung bat der Grünen-Vertreter Daniel Bani-Shoraka um Verschiebung des Tagesordnungspunktes, weil der Sachverständige, den die Grünen eingeladen hatten, abgesagt hatte. Die Ausschußvorsitzende, Maria Beaujean, verwies jedoch darauf, dass Gutachter und Sachverständige bereits im Vorfeld gehört wurden und ihren Meinungen der Verwaltung mitteilten. Doch dies war der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN nicht genug. Sie wollten in der Sitzung einen weiteren Sachverständigen hören. Dieser sollte bestätigen, dass es eine andere Möglichkeit gibt, als die Bäume zu fällen. Die anderen Parteien lehnten eine Verlegung des Tagesordnungspunktes ab.
Stefan Bousonville vom Planungsbüro „ingenaix“ aus Aachen konnte danach den Mitgliedern des Ausschusses den Planungsstand und die Vorhaben erklären. Dabei wurde auch die Problematik mit dem alten Baumbestand der Roteichen thematisiert. Der Ingenieur verwies darauf, dass man versuche die Bäume zu erhalten. Jedoch gäbe es mehrere Probleme, die zum einen die Wurzeln betrifft und desweiteren die Breite der Fahrbahn. Der Amtsleiter „Tiefbau“ der Stadt, Volker Wirtz, teilte den UBA-Mitgliedern mit, dass es einen Experten für die Umpflanzung solcher Bäume gibt und dieser im April diesen Baumbestand begutachtet. Auch die anderen Vertreter der Parteien bekräftigten den Willen, die Bäume nach Möglichkeit zu erhalten. „Wir möchten auch den Erhalt der Bäume. Aber dies nicht auf Kosten der Sicherheit“, meinte Barbara Slupik von der CDU. Ebenso argumentierten die anderen Parteien. Letzlich konnten sich alle Beteiligte nach knapp zwei Stunden darauf einigen, einen Vorort-Termin mit den Fachleuten Mitte April zu beschließen. „Es ist dann noch genügend Zeit bis zur nächsten Ratssitzung, in der wir einen Beschluß fassen sollten“, so Beaujean.
Dann soll auch eine Lösung für den Übergang auf die L42 bei Burg Trips sein. Die Verwaltung hat einen Kreisverkehr ins Spiel gebracht. Dieser würde jedoch Mehrkosten von mindestens 200.000 Euro verursachen. Bislang lehen alle Parteien dies ab, da die Kassen ohnehin leer sind. In unserer Bildergalerie sind die beiden Varianten an Burg Trips dargestellt.
Über die Kosten und die Bezuschuß seitens des Landes herrscht jetzt auch Klarheit. In der Vorlage sind diese aufgeführt:
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme werden gemäß Entwurfsplanung auf rd. 4.431.900,-EUR, inkl. Mehrwertsteuer veranschlagt. Nach Abzug eines nichtzuwendungsfähigen Anteils der Baukosten belaufen sich die zuwendungsfähigen Gesamtkosten auf 3.383.200,- EUR inkl. Mehrwertsteuer. Unter Berücksichtigung der Förderquote von 75 % ergibt sich demnach eine Landesförderung in Höhe von 2.537.400,- EUR.
Demnach kostet die Sanierung der Straße der Stadt nach derzeitigen Rechnungen rund zwei Mio. Euro.

Schon wieder die Grünen, noch ein Gutachten und noch eins usw. Bis die Meinung eben passt. Wer bezahlt denn die weiteren Gutachter, hoffentlich diese Partei. Wer bestellt, zahlt. Ander Geld kann man gut ausgeben.
Und wenn es durch denn hin und her zu Preissteigerungen kommt, wer zahlt die??
Ob ein Kreisverkehr nötig wäre. Soviel ein- und Ausfahrtverkehr findet ja nicht statt. Ich habe da noch nie in Warteschlage gestanden und Unfälle sind auch nicht bekannt.