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Grünen-Chef Jürgen Benden: „Aus dem Mulcher kommen hinten tote Tiere raus“

Redaktion Veröffentlicht:10. Oktober 2018 | Aktualisiert:10. Oktober 2018 2 Minuten gelesen

Geilenkirchen. Mit einem Überblick über die vom Bundesforstbetrieb Rhein-Weser geplanten Arbeiten zur „Beseitigung von Luftfahrthindernissen im Bereich der Anflugschneise Ost am NATO-Flugplatz Teveren“ befasste sich am Dienstagabend der Umwelt- und Bauausschuss. Nach heftigen Protesten gegen diese Eingriffe in den sensiblen Bereich der Teverener Heide war 2014 mit dem Bundesforstbetrieb vereinbart worden, dass dieser die jeweils geplanten Maßnahmen zuvor in einem städtischen Ratsgremium vorstellt. Ausschussvorsitzender Hans-Josef Paulus erinnerte daran, dass die großflächige Schredderung, das „Auf-den-Stock-setzen“ der Flächen im Bereich der Anflugschneise, mehrfach auf Kritik gestoßen war, stellte aber auch fest, dass die Arbeiten zur Erhaltung der Flugsicherheit notwendig sind.

Auf die Arbeiten im Bereich der Anflugschneise richtete sich die Kritik der Grünen. Ihr Sprecher Jürgen Benden sagte, auch seine Fraktion sehe die Notwendigkeit ein, man sei jedoch gegen das „Wie“, nämlich gegen den Einsatz von Forstmulchern. Hier fordere man im Sinne des Naturschutzes ein Entgegenkommen von Bund und MATO und ein schonenderes Vorgehen durch Mähen oder Schneiden. Mit dem „unsäglichen Mulchen“ ließen sich zwar Kosten sparen, doch die Natur leide. Mit der Feststellung „Hinten aus dem Mulcher kommen tote Tiere raus“ bekräftigte Benden die Haltung seiner Fraktion und ergänzte, dass es dabei auch um durchaus schützenswerte und seltene Tierarten gehe.

Gero Ronneberger, sachkundiger Bürger der Bürgerliste und ehemaliger NATO-Angehöriger, wiese darauf hin, dass sich bei den jährlichen Forstarbeiten schon einiges verbessert habe. Gebe es mehr kleinwüchsige Heide auf den Flächen wäre weniger Arbeit erforderlich, so Ronneberger. Allerdings behinderten Birken die Heideausbreitung, sagte er und machte den Vorschlag, die Birken jährlich zu fällen und sie kostenlos den jungen Mitbürgern zur Pflege des Maibrauchtums anzubieten. (mh)

 

 

 

 

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