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Stadionkosten zu hoch – Der richtige Weg wird gesucht – Überschuss von knapp 75.000 Euro im ersten Halbjahr

Redaktion Veröffentlicht:3. November 2010 | Aktualisiert:3. März 2022 3 Minuten gelesen

Aachen. Alemannias Aufsichtsratsvorsitzender Meino Heyen hat das ehrgeizige Ziel formuliert, die jährlichen Kapitalkosten für das neue Stadion zu halbieren.  „Wir haben alles von links nach rechts und von rechts nach links gedreht – mit einem klaren Resultat: Wenn wir nicht jedes Jahr dieselben Probleme wälzen wollen, müssen wir die Kapitalkosten für das Stadion mindestens halbieren“, sagt er.

In den vergangenen Wochen hätten zahlreiche Gespräche mit Vertretern aus der Finanzwelt stattgefunden, die der Alemannia durch die Bank eine starke Ausgangsbasis attestiert hätten. „Aber die Experten fallen auch immer vom Stuhl, wenn sie hören, wie hoch die Belastung für das Stadion bei uns als Zweitligist ist. Wohl gemerkt nicht, weil wir schlechte Kaufleute wären, sondern weil die Rahmenbedingungen an anderen Standorten nicht mit unseren zu vergleichen sind“, erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende, der externe Hilfe bei der geplanten Umfinanzierung nicht ausschließt. „Nach all diesen Gesprächen wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir werden sehen, ob es Sinn macht, strategische Partner ins Boot zu holen, die uns bei der Umfinanzierung helfen.“

Der Klub tue derzeit alles, um sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg zu haben, ohne Risiken einzugehen. „Wir haben im Sommer eine Bürgschaft erhalten und den Etat reduziert. Trotzdem begeistert die Mannschaft und wir sprechen heute bereits wieder über Investitionen in die Trainings-Infrastruktur, die sich im siebenstelligen Bereich bewegen. Wir stehen kurz davor, diese zu realisieren. Das schafft man nur, wenn man seriös arbeitet“, so Heyen, der für das erste Halbjahr 2010 einen Überschuss von knapp 75.000 Euro verkündete.

Heyen sieht es als vorrangige Aufgabe des Aufsichtsrates an, die strategische Ausrichtung der Alemannia voranzutreiben. „Unsere jungen Spieler wecken langsam Begehrlichkeiten. Erik Meijer sagt stets: Dann müssen sie halt Geld einbringen und wir holen dafür einen anderen aus der eigenen Jugend hoch. Ich finde das bemerkenswert und stehe zu 100 Prozent hinter seiner Philosophie. Trotzdem müssen wir daran arbeiten, dass wir als Klub irgendwann sagen können: Erik, wenn du willst, dann behalten wir den Spieler hier und holen zusätzlich einen guten Spieler aus der eigenen Jugend dazu. Wenn wir das schaffen, können wir vielleicht auch wieder von der Ersten Bundesliga sprechen“, sagt Heyen.

Den aktuellen sportlichen Aufschwung verfolgt der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit Freude: „Wie alle Fans bin ich auch begeistert von der Art und Weise wie unsere Mannschaft derzeit auftritt. Es macht einfach Spaß, diesen Jungs zuzugucken. Sportdirektor, Trainerteam, Mannschaft – das alles macht einen sehr homogenen Eindruck.“

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