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Erweiterung des Flussviertels: Bauausschuss vermisst ein Angebot für schnelles Internet

Redaktion Veröffentlicht:12. November 2014 | Aktualisiert:13. November 2014 2 Minuten gelesen

Geilenkirchen. Die Erschließungsplanung für die Erweiterung des Flussviertels in Hünshoven stellte Christian Brendt vom Ingenieurbüro Brendt im Geilenkirchener Umwelt- und Bauausschuss vor. Er räumte dabei frühere Bedenken aus, der Schwerlastverkehr während der Bauzeit könne durch die vorhandene Bebauung fließen. Der Bauverkehr soll vom Pater-Briers-Weg (etwa bei Loherhof) aus über einen Wirtschaftsweg in das Baugebiet führen. Das nahm der Ausschuss ebenso zustimmend zur Kenntnis wie weitere Planungspunkte. So die Entwässerung (Regenwasser in das vorhandene Rückhaltebecken, Schmutzwasser in den Kanal Hünshovener Gracht) oder die Straßenplanung, die sich an der vorhandenen Bebauung orientieren soll. Auch zu den Kosten von 550.000 Euro oder zum Zeitplan (Anfang 2015 bis etwa August des gleichen Jahres) gab es keine Fragen.

Eine lebhafte Diskussion gab es allerdings nach Brendts Hinweis, die Telekom verlege Kupferkabel, die Internetnutzern eine Leistung von 50 Mega-Bits pro Sekunde böten. Auf eine Anregung von Jürgen Benden (Grüne), schon jetzt Leerrohre für spätere Glasfaser zu legen, meinte Brendt, diese seien nach einigen Jahren nicht mehr brauchbar. Christoph Grundmann (SPD) wies darauf hin, dass die Internetnutzung über Glasfaser viermal so schnell wie die über Kupferkabel sei. Das sah auch Bürgermeister Thomas Fiedler so. „Da ist etwas schief gelaufen, das werde ich hinterfragen“, sagte er und versprach, das Thema in der für die Planung zuständigen Entwicklungsgesellschaft anzusprechen. 25.000 Euro für die Kupferkabel seien ja für den Moment und für das Telefonfestnetz in Ordnung, sagte Fiedler, doch für das Internet seien Kupferkabel „eine Sache von gestern“. Es müsse die Möglichkeit gegeben werden, dass die Deutsche Glasfaser in einen zweiten Schritt ihr Netz verlegen könne. Auf die Nachfrage des Ausschussvorsitzenden Hans-Josef Paulus, warum die Deutsche Glasfaser hier noch nicht aktiv geworden sei, erklärte der Bürgermeister, das Unternehmen arbeite mit einer Nachfragebündelung. „Die neu zu bebauenden Grundstücke allein tun es nicht, die kartieren größer“, sagte Fiedler. Er sei sicher, dass die Deutsche Glasfaser in absehbarer Zukunft, ein Angebot für das gesamte Flussviertel vorlegen werde. Bei einer Stimmenthaltung gab der Ausschuss grünes Licht für die Erschließungsplanung. Allerdings galt der Beschluss nur mit der Einschränkung, dass die Möglichkeit der Glasfaserverlegung geklärt wird.  (mh)

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