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Hyballa: „Ich kann nichts Außergewöhnliches feststellen“ – Alemannia Freitag in Rostock

Redaktion Veröffentlicht:18. August 2011 | Aktualisiert:20. August 2011 3 Minuten gelesen

Aachen. Am Dienstag stand das Pizza-Taxi vor der Kabine der Alemannia. Statt Sportleressen verdrückten die Spieler bei der gemeinsamen Kabinen-Mahlzeit mal etwas nicht ganz so Gesundes. „So etwas gehört zu einem Mannschaftsprozess auch mal dazu. Ich glaube nicht, dass die Partie am Freitag wegen eines Stückes Pizza Funghi entschieden wird“, scherzte Coach Peter Hyballa am Mittwoch.

Natürlich wird es auch in der Pressekonferenz nach vier Niederlagen am Stück etwas nachdenklicher. „Genauso, wie ihr mich beobachtet und meine Aussagen interpretiert, mache ich das mit den Spielern doch auch. Aber ich kann nichts Außergewöhnliches feststellen“, sagt Hyballa. Will heißen: Von besonderer Nervosität ist nichts zu spüren. Das belegen auch die Trainingseindrücke. Am Dienstag lockerte nicht nur die Pizza die Stimmung, auch ein unkonventionelles Aufwärmprogramm des Trainers trug seinen Teil dazu bei. Beim anschließenden Turnier gab es viel Lob von der Seitenlinie für gelungene Aktionen.

Die Arbeit der letzten Tage sollte dem Team mehr Mut und Selbstverständnis einhauchen. Gegen Cottbus waren Shervin Radjabali-Fardi und Marco Stiepermann als ständige Anspielstationen auf den Flügeln eingeplant, als Fixpunkte, die immer angespielt werden können. „Der Plan ist gescheitert“, stellt Hyballa durchaus selbstkritisch fest. „Alle drei Stürmer haben sich schlecht bewegt“, konstatiert der Coach. Die Problemzone lag also wie schon zuvor in der Offensive, nicht in der Defensive. „Wir hatten eine gute Defensivtaktik, aber Cottbus hatte sie auch.“ Zum einen wurde daher an der Kreativität im Kombinationsspiel, zum anderen am früheren und besseren Torabschluss gearbeitet.

Kompromisslose Attacke wird es an der Ostsee dennoch nicht geben. „Wir müssen auch schauen, dass wir nicht in Rückstand geraten“, stellt Hyballa klar, der Respekt vor den Gastgebern hat. Im FC Hansa sieht der 35-Jährige einen etwas untypischen Aufsteiger: „Das ist eine Mannschaft, die sehr gut Fußball spielen kann. Sie schalten gut von Defensive auf Offensive um. Sie haben drei Punkte mehr, also haben sie bisher besser gearbeitet als wir.“

Nach seiner Gelb-Roten Karte ist Sergiu Radu am Freitagabend gesperrt, dafür rückt Manuel Junglas nach abgesessener Zwangspause zurück in den Kader. Weiter fehlen die Verletzten Florian Müller, Bilal Cubukcu, Tim Krumpen, Mirko Casper, Kevin Maek und Kim Falkenberg.

Die aktuelle Situation (Hyballa: „An der sind wir selbst Schuld, sonst keiner“) auf den Punkt brachte am Ende der Pressekonferenz nicht der Trainer, sondern ein Journalist: „Es fehlt doch nur ein Erfolgserlebnis“, meinte der. Das würde neben der Tabellen-Situation auch die knapp 700 Kilometer lange Rückfahrt für Mannschaft und Fans deutlich angenehmer gestalten. Übrigens: Auch in der vergangenen Saison landete die Alemannia am fünften Spieltag den ersten Sieg: „Es wäre schön, wenn wir das Drehbuch wieder so schreiben könnten“, sagt der Coach.

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