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Geilenkirchener Fraktionen einig: Zunächst Berichte aus der Praxis hören

Redaktion 22. November 2018 3 minutes read

Geilenkirchen. In einer für die Geilenkirchener Kommunalpolitik ungewohnt friedlicher Stimmung und Einigkeit befasste sich der Ausschuss für Bildung, Soziales, Sport und Kultur mit dem Thema „Familiengerechte Kommune“, über das vor einigen Wochen auf Anregung der Grünen die Geschäftsführerin das landesweit arbeitenden gleichnamigen Vereins im Ausschuss referiert hatte.

Für Grünen-Sprecher Jürgen Benden ist die Stadt zwar schon deutlich auf dem Weg zu mehr Familiengerechtigkeit, doch könne nach dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“ eine Zertifizierung durch den Verein für die Außenwirkung der Stadt nützlich sein. Die damit verbundenen Kosten von auf vier Jahre verteilten  18.000 Euro seien überschaubar.

Zwar stellte CDU-Sprecher Max Weiler fest, dass der erwähnte Vortrag neben viel Pathos und der Aussicht auf eine Plakette nicht viel gebracht habe und dass die zu erwartende Belastung für die Verwaltung wohl viel größer sei als von der Referentin vorgetragen, doch gebe es Möglichkeiten sich besser zu informieren. Weiler schlug vor, einen Mitarbeiter der Aachener Verwaltung zur Information einzuladen, da Aachen schon seit zehn Jahren an dem Projekt arbeite. Auch könne er den Kontakt zu einem Stolberger Kollegen herstellen, denn in Stolberg arbeite man derzeit an dem Projekt. Nach solchen Informationen könne man dann im nächsten Jahr entscheiden.

Den Vorschlag der CDU fanden auch die Sprecher der übrigen Fraktionen gut, wobei Christoph Grundmann für die SPD mitteilte, dass seine Fraktion sich genauere Informationen in Aurich besirgt habe. Auch die Grünen als Antragsteller schlossen sich der Meinung ihrer Kollegen an, „Wir wollen keinen Schnellschuss“, so Grünen-Fraktionschef Jürgen Benden. Einstimmig sprach sich der Ausschuss für den Vorschlag von Max Weiler aus, den von ihm genannten Aachener Verwaltungsmitarbeiter einzuladen.

Der „Verein der Freunde und Förderer der KGS Immendorf“ wird nach einem einstimmigen Beschluss des Ausschusses demnächst einen jährlichen städtischen Zuschuss von 6000 Euro (bisher 5000 Euro) erhalten. Wie Beigeordneter Herbert Brunen im Ausschuss auf Nachfrage mitteilte, ist die Katholische Grundschule Immendorf die einzige Grundschule in der Stadt, in der es keine Betreuung durch die „Offene Ganztagsschule“ (OGS) gibt. Der Förderverein betreibe seit vielen Jahren die Maßnahmen „Schule von acht bis eins“ und „13 plus“, was mit der OGS-Betreuung vergleichbar sei. Grünen-Sprecher Jürgen Benden teilte mit, dass er in Gesprächen mit Vereinsmitgliedern erfahren habe, dass die 6000 Euro so gerade „Spitz auf Knopf“ reichten Er regte an, dem Verein zu ermöglichen, bei Bedarf bis zu 500 Euro zusätzlich zu fordern, was der Beigeordnete mit dem Hinweis zurückwies, dass in jedem Jahr ein neuer Antrag gestellt werden könne. Der Ausschuss beschloss einstimmig die neue Fördersumme von 6000 Euro.

Ebenfalls einstimmig sprach sich der Ausschuss dafür aus, das Projekt „Mathe schützt nicht vor Ertrinken!“ im nächsten Jahr fortzusetzen. In  diesem Jahr war der Schwimmunterricht für Grundschulkinder nur verkürzt durchgeführt worden, 2019 soll der Schwimmunterricht wieder zwei Wochen umfassen und vor den Osterferien im Geilenkirchener Hallenbad stattfinden. Die Summe von 13.300 Euro für das Projekt wird im Haushalt 2019 ausgewiesen. (mh)

 

 

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