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Jahresausstellung des Künstler-Forums als Querschnitt überregionaler und internationaler Kunst

Redaktion 18. November 2018 3 Minuten gelesen
crumbiegel

Übach-Palenberg. Sehr ambitioniert auf Grund der letztjährigen positiven Erfahrungen hat das Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen in diesem Jahr wieder zu einer Ausstellung mit regionalen, überregionalen und internationalen Künstlern eingeladen und diese am 11. November mit einer Vernissage eröffnet. Der Zuschauerzuspruch war erfreulich groß und dem Anspruch der Organisatoren entsprechend gut. Möglich gemacht werden die Aktivitäten des Künstler-Forum durch die bisherige großzügige Förderung von der Kunststiftung der Kreissparkasse Heinsberg und der Volksbank Heinsberg eG, sowie weiterer Unterstützer aus der Wirtschaft.

Die Begrüßung nahmen der Vorsitzende des Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen, Prof. Dieter Crumbiegel, und der Bürgermeister der Stadt Übach-Palenberg, Wolfgang Jungnitsch, vor. Den musikalischen Rahmen bildeten Frank Ollertz (Klavier) und Paul Gerards (Gitarre) mit ihrer stets inspirierenden Musik.

In die Ausstellung führte die Kunsthistorikerin und Kuratorin der Aachener Ausstellungsgalerie „Raum für Kunst“, Frau Helga Scholl, ein, die neben Professor Dr. Fritz Rohde, (Kunstforum Herzogenrath, und Horst Kurth, Kurator des Kulturpunktes Friedenskirche Krefeld, das Jurorenteam für die Auswahl der Künstler und Werke bildete. Gleich zu Beginn wies Frau Scholl darauf hin, „dass Auswahl und Entscheidung Momentaufnahmen einer Einschätzung / einer kurzbemessenen Einsicht bedeuten und letztlich auch Kompromiss zwischen verschiedenen Positionen von Kunstanschauung.“

Weiter führte sie aus: „Mit der Flüchtigkeit der Bilderfluten bei Instagram & Co ist zugleich das Bedürfnis gewachsen nach Ruhe, nach Bildern, die bleiben und den Blick erst fordern. Dazu ist eine Ausstellung wie die Jahresausstellung des Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen da. Und gerade das macht sie auch so interessant – sie lässt sich für keine Zwecke instrumentalisieren und ihre Ausrichtung ist damit auch nicht vorhersehbar.“

Auch wenn es auf den ersten Blick wie ein vielschichtiges, breit gefächertes und kunterbuntes Sammelsurium erscheint, die aber sehr anschaulich zeigt, dass alles ist möglich. Die Frage aber, ist es auch gut, diese Frage ist eigentlich viel zu groß für eine erschöpfende Antwort.

Frau Scholl kommt zu dem Schluss: „Kunst ist nichts, was einfach so gelingt. Kunst ist etwas bewusst Gemachtes, etwas Bewusstgemachtes. Manche Qualität kann aber erst durch zeitlichen Abstand wahrgenommen und beurteilt werden.“

Abschließend ist noch zu erwähnen, dass unter den 52 ausgesuchten Künstlern fünf aus dem Kreis Heinsberg stammen, wobei mit Prof. Dieter Crumbiegel, Hermann Josef Mispelbaum, Gertrud Schäfer und Erika Giegla vier Mitglieder des Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen vertreten. Weitere elf Künstler kommen aus dem Aachener Raum, so dass sechzehn Künstler aus der Region kommen.

Das Fazit für das Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen und seinen Vorsitzender ist: Die Ausstellung ist durchaus als sehenswert und wertvoll anzusehen. Allerdings ist eine erhoffte größere qualitative Steigerung gegenüber der letztjährigen Jahresausstellung sowie den bisherigen, vornehmlich von regionaler Kunst geprägten Ausstellungen trotz der bundesweiten Verbreitung der Ausschreibung nicht festzustellen.

Fotos: Horst H. Zocher

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