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Künstlergruppe interpretiert die Spuren der Zeit – Was bleibt von der Vergangenheit? – Vernissage zur Jahresausstellung

Redaktion Veröffentlicht:15. Februar 2018 | Aktualisiert:23. Februar 2018 3 minutes read
Kulturgut

Die Künstlergruppe des Vereins GK KulturGut! Zum Fototermin verhindert waren Wiltrud Laser, Dr. Christiane Lork, Karin Mailandt-Ritterbecks, Dragica Philipp und Nada Reinhardt. Foto: Horst H. Zocher

Geilenkirchen. Als Teil des Geilenkirchener Kulturvereins GK-KulturGut! hat sich die Künstlergruppe der bildenden Kunst verschrieben. Aus diesem Selbstverständnis heraus präsentieren die Künstlerinnen und Künstler einmal jährlich ihre Werke unter wechselnden thematischen Vorgaben im Haus Basten. Bereits traditionell findet die Jahresausstellung in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt im ersten Quartal  jedes Jahres statt. Auch in diesem Jahr können die kunstinteressierten Bürger unserer Stadt und Kunstfreunde aus der Region auf eine interessante Ausstellung vorausschauen.

Nach intensiven Diskussionen im Vorfeld einigte sich die Künstlergruppe auf den Titel „Zeitspuren“, was allein schon auf spannende Interpretationsmöglichkeiten hindeutet, erweitert wird der Spannungsbogen durch die Teilnahme einer Werkgruppe von Schülern der Realschule Geilenkirchen. Unter Leitung der Kunstlehrerin Dr. Christiane Lork beteiligen sich acht Schüler unterschiedlicher ethnischer Herkunft an der diesjährigen Ausstellung im Haus Basten, auch auf diesen Beitrag darf man sicherlich gespannt sein. Folgende Künstlerinnen und Künstler werden ihre Werke vorstellen: Joep Albertz, Herbert Aretz, Willi Arlt, Fery Echghi-Ghamsari, Erika Giegla, Friedel Heeg, Peter Hyden, Wiltrud Laser, Christiane Lork, Karin Mailandt-Ritterbecks, Dragica Philipp, Nada Reinhardt, Karin Thiel, Walter Verwoert, Horst H. Zocher, als Schülergruppe stellen aus: Sabahudin Berisa, Louisa Frintop, Nabil Ghazzaoui, Leonie Pitzinna, Samantha Rose, Dustin Schröder, Jasmin Stolz und Antonia Stütz.

Der zur Vernissage am 18. Februar 2018 erscheinende Katalog zur Ausstellung lässt bereits die Intensität erkennen, mit der sich alle Aussteller dem Thema gewidmet haben. Die Spannbreite der zur Ausstellung kommenden Werke reicht von allen Facetten der Malerei, den Möglichkeiten der Fotografie bis zu Skulpturen aus verschiedenen Werkstoffen. Mehr soll hier nicht verraten werden, die Aachener Kunsthistorikerin Alexandra Simon-Tönges wird anlässlich der Eröffnung der Ausstellung auf die präsentierten Werke fachkundig eingehen. Im Katalog wird die Künstlergruppe sowie deren einzelnen Akteure vorgestellt, der Geilenkirchener Künstler Walter Verwoert hat einen Begleittext zur Ausstellung verfasst.

Als besonderes „Highlight“ darf ein Vortrag von Professor Jan Verwoert betrachtet werden, der am Sonntag, den 25. Februar um 16:00 Uhr zum Thema „Plastisch elastische Zeit in Kunst, Fußball, Musik und Geschichte“ sprechen wird.  Jan Verwoert ist Kunstkritiker, lebt in Berlin und lehrt an Akademien in Rotterdam, Oslo und Berlin. In seinem Vortrag wird er versuchen, einen offenen gestalterischen Zugang zum Erleben von Zeit zu erschließen:

Die Moderne misst alle Zeit mit demselben Maß. Ununterbrochen tickt die Uhr. Doch manchmal zeigt sich: Der Strom gelebter Zeit fließt mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Kunst kann Jahre der Erinnerung in einem Augenblick vergegenwärtigen. Spannung im Spiel dehnt die Minuten, dann plötzlich öffnet ein Pass den Raum und im Bruchteil von Sekunden geht der Ball von Spieler zu Spieler ins Netz. Das ist wie in der Musik: die Magie steckt im Mikro-Timing. Entweder alles greift ineinander, swingt, atmet und lebt, oder der Rhythmus bleit tot und keiner tanzt. Im Juli 1830 schossen die Revolutionäre auf die Uhren in den Türmen von Paris. Die Zeit stand still. Geschichte wurde geschrieben. Was bedeutet das für unsere Auffassung von der gelebten Zeit historischen Handelns?

Die Ausstellung wird  mit der Vernissage am 18. Februar um 11 Uhr durch Bürgermeister Georg Schmidt eröffnet und ist bis zum 11. März jeweils sonntags von 14 bis 18 Uhr und donnerstags von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die Internetseite des Kulturvereins steht zurzeit nicht zur Verfügung.

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