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Verfolgung von Tierquälerei ist Sache der Polizei – Stadtwappen bald auf dem Rathausvorplatz

Redaktion Veröffentlicht:29. März 2012 | Aktualisiert:29. März 2012 2 Minuten gelesen

Geilenkirchen. Die Stadt Geilenkirchen wird bald um ein kleines Schmuckstück reicher sein – und das beinahe kostenlos. Wie Bürgermeister Fiedler am Mittwoch im Haupt- und Finanzausschuss mitteilte, wird die Straßenbauer-Innung des Kreises Heinsberg im September von ihren Auszubildenden ein Mosaik des Stadtwappens auf dem Rathausvorplatz anlegen lassen, welches dann dauerhaft dort bleiben kann. Die einzigen Kosten, die für die Stadt entstehen, liegen bei der Anlieferung des Materials durch Mitarbeiter des Bauhofs.

Der einzige Punkt in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, der zu Diskussionen führte, war ein Antrag des Vereins „Gegen Haus- und Wildtiermord“. Dieser hatte beantragt, den Jagdpächtern, die zurzeit das Jagdrevier Kogenbroich gepachtet haben, künftig kein städtisches Land mehr zu verpachten. Der Grund dafür waren Funde von verstümmelten oder vergifteten Tieren in diesem Jagdrevier. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, diesem Antrag nicht zu entsprechen, da es dafür keine gesetzliche Handhabe gebe. Bürgermeister Thomas Fiedler erläuterte, dass es sich bei den Vorfällen um Straftaten handele, die von der Polizei verfolgt werden müssten und nicht den Jagdpächtern angelastet werden könnten. Im Übrigen sei der Einfluss der Stadt gering. Die Stimmberechtigung bei Vergabebeschlüssen richte sich nach dem Anteil der zu verpachtenden Fläche und die liege  in Kogenbroich für die Stadt bei rund elf Prozent.

Eigentlich sahen die Mitglieder des Ausschusses die Sache genau so wie die Verwaltung. Die Diskussion ging darum, ob die Stadt nicht ihren Einfluss in den Sitzungen der Jagdpächterversammlungen deutlicher machen könnte. Darin sahen zum Beispiel Wilhelm Josef Wolff und Hans-Josef Paulus (beide CDU) eine Schuldzuweisung an die Jagdpächter, die schließlich ihr Revier nicht rund um die Uhr bewachen könnten. Nachdem Bürgermeister Fiedler nochmals betont hatte, dass die Verwaltung für das Thema sensibilisiert sei und die Straftaten selbstverständlich verurteile, wurde der Antrag des Vereins mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

Einstimmig sprach sich der Ausschuss schließlich noch für die Benennung einer neuen Straße im „Dichterviertel“ Geilenkirchen-Nord (Erweiterung des Gebietes in Richtung Quimperléstraße)   in Wilhelm-Raabe-Straße aus. Hier regte Stephan Evertz (Grüne) an, bei künftigen Neubenennungen auch an Frauennamen zu denken. (mh)

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