Fast fünf Jahre nach dem Hochwasser gibt es jetzt wohl einen neuen Besitzer für das alte REWE-Gelände.
Geilenkirchen. Es ist eine Meldung, auf die viele in Geilenkirchen gewartet haben. Der Verkauf des alten REWE-Geländes ist über die Bühne gegangen. Die Verträge zwischen Verkäufer, CenterScape (Amerika) und dem Käufer, der Ten Brinke-Gruppe (Niederlande), wurden wohl am Mittwoch in Frankfurt unterzeichnet. Damit sollte der derzeitig größte, kostenfreie Parkplatz im Stadtgebiet den Fahrzeugen bald nicht mehr zur Verfügung stehen. Dies erfuhr geilenkirchen-lokal.de aus gut informierter Quelle. Das Unternehmen Ten Brinke wollte am Freitag auf Nachfrage keine Stellung dazu beziehen. Aufgrund der Karnevalstage war von der Verwaltungsspitze keine Auskunft zu bekommen.
Der Verkauf des Grundstücks zwischen Haihover Straße und der Straße „In der Au“ war Grundvoraussetzung für ein neues Projekt, das Ten Brinke durchführen möchte. Im Dezember 2024 hat Frank Piotrowski von Ten Brinke im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung (STEWI) ein mögliches Projekt vorgestellt. Wir haben damals auf unserer Seite (https://geilenkirchen-lokal.de/archive/69515) darüber berichtet. Seit diesem Zeitpunkt haben sich jedoch einige Dinge geändert. So wird es sicherlich kein Boardinghouse am Anfang der Haihover Straße geben. Und auch der Discounter wird nicht direkt am Straßenrand sein, wo derzeit noch der Nachlass der alten Tankstelle ist. Zudem sollen die Märkte REWE und Rossman dort Filialen eröffnen. Die Stadt Geilenkirchen wird jetzt ein Bauleitplan-Verfahren beschleunigen, was nach eigenen Angaben bereits angelaufen ist. Ein Grundstück, das im Besitz der Stadt ist, muss mit einer Parzelle des alten Geländes -jetzt im Besitz von Ten Brinke- getauscht werden, damit eine Bebauung lückenlos durchgeführt werden kann.

Die Stadt wird dabei ein Grundstück erhalten, auf der sich die „Tankstellenreste“ befinden. Ten Brinke bekommt im Gegenzug das Grundstück von der Stadt, das „An der Au“ liegt. Dies hat bereits der Ausschuss der Stadt in einer Sitzung Anfang des Jahres beschlossen. Die Stadt verpflichtet sich auch, die Entsorgung der Altlasten auf dem Tankstellengelände auf eigene Kosten zu übernehmen. Gesprochen wurde hier von ca. 40.000 Euro. Die Stadt will dann das Grundstück an einen Investor verkaufen, der dort Wohnungen bauen soll.
In den nächsten Wochen wird sicherlich seitens der Stadt ein Bauleitplan-Verfahren beschleunigt, das einen schnellen Abriß und ein damit verbundenen Neubau des Grundstücks ermöglicht. Mehrere Gutachten müssen noch durchgeführt werden. Es wird sicherlich auch Zeit, wenn man betrachtet, dass die erste Planung zur neuen Bebauung des Areals aus dem Jahr 2016 datiert. Die Fertigstellung des neuen Projekts wird wohl nicht vor 2028 erfolgen.
