Aus Trümmern wächst neues Leben – Wiederaufbau des kriegszerstörten Kreises Geilenkirchen-Heinsberg

Willi Goertz referiert über den Wiederaufbau im Kreis Heinsberg nach dem 2. Weltkrieg

Geilenkirchen. Seit fast 75 Jahren leben die Menschen  in weiten Teilen Europas in Frieden und Freiheit. Die Waffen ruhen, die Grenzen sind gefallen. Die Staaten sind in der Europäischen Union miteinander verbunden und leisten einen verantwortungsvollen Beitrag zur politischen Stabilität in der ganzen Welt. Zu diesen Aufgaben fühlen sich Bürger und Politiker in gleicher Weise verpflichtet. Das Erstarken rechtspopulistischer Strömungen soll die Engagements nicht blockieren sondern im Gegenteil noch fördern.

Eine so lange Periode der friedlichen Koexistenz hat in der Geschichte Westeuropas keine Vorbilder. Sie ragt umso mehr heraus, wenn man die bescheidenen Anfänge nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bedenkt. Aus Chaos, Hoffnungslosigkeit, Zerstörung und Verzweiflung wurde ein blühendes Gemeinwesen aufgebaut. Die Mauern und Ruinen riefen 1945 nach dem Wiederaufbau. Die Menschen ließen sich nicht entmutigen, so dass ein zunächst bescheidener Optimismus den weitverbreiteten Pessimismus immer mehr verdrängte.

Der in den Jahren 1945 bis 1947 vollzogene Wiederaufbau der zerstörten Heimat wird in einem Vortrag umfassend dargestellt. Dabei darf natürlich auch der Neubeginn des gesellschaftlichen Lebens auf kommunaler Ebene und in den Zivil- und Kirchengemeinden nicht vergessen werden. Denn neben den meistens bäuerlichen Anwesen, den Schulen, Kirchen, Betriebsgeländen und Verwaltungsgebäuden lagen auch die ideellen Werte, das kulturelle Leben und das Vereinswesen völlig am Boden. Arbeitsplätze waren zunächst kaum vorhanden, die traumatischen Erlebnisse einer nationalsozialistischen Gewaltherrschaft hatten bei vielen Menschen die Bereitschaft zur verantwortlichen Neugestaltung des Gemeinwesens erlahmen lassen.

Aber nach wenigen Jahren wich Zuversicht der Hoffnungslosigkeit. Der Wiederaufbau nahm in allen Bereichen immer mehr Gestalt an.

Willi Goertz, 54 Jahre, ist Theologe und Philologe aus Grotenrath und hat bereits mehrere Publikationen veröffentlicht und zahlreiche Vorträge gehalten. Am 17. Januar um 18.30 Uhr wird er im Bürgertreff über den Wiederaufbau im Kreis Heinsberg nach dem 2. Weltkrieg referieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und ein Eintritt wird nicht erhoben. Lediglich eine Spende für den Bürgertreff wird gewünscht. Der Bürgertreff ist barrierefrei erreichbar Friedlandplatz 6 oder Gerbergasse 23 in Geilenkirchen.

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