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Die Anlage vor dem Gymnasium soll zur „grünen Lunge“ werden

Redaktion Veröffentlicht:30. Januar 2013 | Aktualisiert:3. Februar 2013 4 minutes read

Geilenkirchen. Zum wiederholten Male stand die Neugestaltung der Fläche vor dem Gymnasium St, Ursula auf der Tagesordnung des Geilenkirchener Umwelt- und Bauausschusses. Die erneute Beratung und Beschlussfassung wurde erforderlich, weil die Kommunalaufsicht beim Kreis der Stadt mitgeteilt hatte, dass eine Neugestaltung der Parkplätze vor dem Gymnasium (so sah es der Ratsbeschluss im vergangenen Jahr vor) aus haushaltsrechtlichen Gründen nicht möglich ist. Bei der vom Ingenieurbüro Gietemann vorgenommen Neuplanung (also ohne den eigentlichen Parkplatz)  verringern sich die zu erwartenden Kosten um rund 126.000 auf rund 597.500 Euro. Darauf verwies später mit Stolz Stephan Evertz von den Grünen, denn seine Fraktion hatte für den Einspruch der Kommunalaufsicht gesorgt.

Der Leiter des Tiefbauamtes, Hans-Josef Bröhl,  stellte im Ausschuss die erneute Planung vor. Demnach sollen entlang der Zufahrt zu St. Ursula Säuleneichen gepflanzt sowie Split- und Rasenflächen angelegt werden. Weiter werden Gräser und Stauden angepflanzt, und es entsteht eine Hainbuchhecke von 80 Zentimeter Höhe sowie Nischen mit Bänken. Eine im Planungsbereich stehende Magnolie soll erhalten bleiben, während jedoch einige Ulmen einer Platanenbepflanzung weichen sollen. Die ganze Anlage bleibt für die Bürger offen.

Während im Ausschuss eine grundsätzliche Zustimmung für die erneute Planung feststellbar war, Kurt Sybertz (SPD) sprach von einer grünen Lunge für die Bürger, gab es Streit um Einzelheiten. So bemängelte Markus Melchers für die FDP, dass man eine Campuswiese erwartet habe und nun eine Anlage sehe, die viel mehr Pflegeaufwand erfordere. Damit, so Melchers an die Adresse der Grünen, relativiere sich auch die Vorstellung von großen Einsparungen. Konkret bemängelte Melchers die geplante Anzahl von 13 Bänken und schlug eine Reduzierung auf neun vor.

Stephan Evertz hatte zuvor die geplante Aufstellung von Fitnessgeräten für Erwachsene kritisiert, die lediglich Halbwüchsige zu Kraftproben veranlassen könnten. Er fand dabei Unterstützung bei Johann Graf von der Bürgerliste, der vorschlug, eine Art einfaches Turnreck statt aufwändiger Fitnessgeräte aufzustellen. Evertz hatte auch vorgeschlagen, die vorhandenen Ulmen zu erhalten, was seine Fraktions auch zum Antrag erhob.

Die Abstimmung im Ausschuss erfolgte dann in vier Schritten: Grundsätzlich für den Plan sprach sich der Ausschuss einstimmig aus, der FDP-Antrag auf Reduzierung der Anzahl der Bänke wurde mit 15 zu vier Stimmen abgelehnt. Einstimmig wiederum beschloss man, keine Fitnessgeräte sondern Kinderspielgeräte aufzustellen, und mit vier gegen 15 Stimmen scheiterte der Antrag, die Ulmen zu erhalten.

Der Ausschuss hatte sich noch mit zwei weiteren Themen zu befassen. Planer Christian Brendt vom Ingenieurbüro Brendt trug die Planung für den Ausbau eines Stückes des Niederheider Weges einschließlich Kanalisierung vor. Betroffen ist demnach das Teilstück zwischen Johann-Plum-Platz und etwa Brabantstraße, für das auch ein größerer Kanalquerschnitt vorgesehen ist. An Kosten entstehen etwa 130.000 Euro für Kanalbau mit Hausanschlüssen und 200.000 Euro für den Straßenausbau, neue Anliegerbeiträge werden erforderlich. Der Ausschuss gab für die Planung einstimmig grünes Licht.

Einen weiteren Punkt trug Tiefbauamtsleiter Hans-Josef Bröhl vor. Mit der Fertigstellung der neu gestalteten Stadtpassage, so Bröhl, hätten sich neue Fußgängerströme entwickelt. Deshalb sei es sinnvoll, einen zusätzlichen Fußgängerüberweg über die Konrad-Adenauer-Straße anzulegen. Außerdem plane ein Gastronom, hier eine Bestuhlung für eine Außengastronomie vorzunehmen, was die Verlegung eines Parkplatzes voraussetze. Der Ausschuss folgte nach kurzer Diskussion dem Vorschlag einstimmig, wobei Johann Graf (Bürgerliste) ergänzend anregte, die Polizei um verstärkte Kontrollen von Radfahrern auf diesem Stück der Konrad-Adenauer-Straße zu bitten. Die Radfahrer seien in dieser 20-km/h-Zone mittlerweile für Fußgänger gefährlicher geworden als Autofahrer. (mh)

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