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Mobilitätskonzept der Stadt – „Schon heute an morgen denken“

Redaktion 27. April 2026 3 Minuten gelesen
Mobilitaetskonzept

Lennart Bruhn vom bei der Erstellung des Mobilitätskonzepts beteiligten „Büro Stadtverkehr“, Geilenkirchens Bürgermeister Armin Leon und Mobilitätsmanager René von den Driesch (v.l.) machten sich vor Ort ein Bild vom Verkehr an der Konrad-Adenauer-Straße. Foto: Markus Bienwald/Stadt GK

Geilenkirchen. Die Stadt Geilenkirchen hat im Rahmen einer Abschlussveranstaltung ihr neues Mobilitätskonzept vorgestellt. Das umfassende Strategiepapier bildet die Grundlage für die zukünftige Verkehrs- und Mobilitätsentwicklung der Stadt und setzt klare Ziele für eine nachhaltige, sichere und sozial ausgewogene Mobilität.

Das Mobilitätskonzept wurde in einem mehrjährigen Prozess unter intensiver Beteiligung der Bürgerschaft sowie Fachleuten entwickelt. Es verfolgt das Ziel, die unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse aller Menschen in Geilenkirchen gleichermaßen zu berücksichtigen – unabhängig von Verkehrsmittel, Wohnort oder Einkommen.

„Mit dem Mobilitätskonzept schaffen wir einen klaren Fahrplan für die Zukunft unserer Stadt. Unser Anspruch ist es, Mobilität für alle gerecht, umweltfreundlich und zukunftssicher zu gestalten“, betont Bürgermeister Armin Leon.

Klimaneutralität und Gleichberechtigung im Fokus

Ein zentrales Ziel des Konzepts ist die Klimaneutralität im Mobilitätssektor bis zum Jahr 2040. Gleichzeitig strebt die Stadt eine ausgewogene Verteilung der Verkehrsmittel an: Der sogenannte Modal Split soll künftig jeweils zur Hälfte aus motorisiertem Individualverkehr und dem Umweltverbund – also Fuß-, Rad- und öffentlichem Verkehr – bestehen. „Wir wollen den Menschen echte Alternativen zum Auto bieten, ohne ihre Mobilität einzuschränken. Nur so gelingt uns der Wandel hin zu einer klimafreundlichen Stadt“, so Leon weiter.

Breites Maßnahmenpaket für alle Verkehrsarten

Das Mobilitätskonzept umfasst zahlreiche Maßnahmen in allen Bereichen der Mobilität. Dazu zählen unter anderem der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, die Einführung eines City-Tarifs im öffentlichen Nahverkehr, die Schaffung barrierefreier Haltestellen sowie der Ausbau von Radwegen und Fahrradabstellanlagen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbesserung der Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr. So sollen unter anderem zahlreiche Bushaltestellen im Stadtgebiet entsprechend umgebaut werden, um eine uneingeschränkte Nutzung für alle Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen.

Auch die Förderung des Radverkehrs spielt eine wichtige Rolle: Geplant sind unter anderem zusätzliche, sichere und witterungsgeschützte Abstellmöglichkeiten an zentralen Orten sowie die Weiterentwicklung der Radverkehrsinfrastruktur.

Umsetzung schrittweise und abhängig von Fördermitteln

Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt schrittweise und orientiert sich an Prioritäten sowie den finanziellen Rahmenbedingungen. Alle Maßnahmen durchlaufen dabei die üblichen politischen Entscheidungsprozesse. Gleichzeitig dient das Konzept als wichtige Grundlage für die Einwerbung von Fördermitteln auf Landes- und Bundesebene.

„Das Mobilitätskonzept ist kein starres Dokument, sondern ein dynamischer Leitfaden. Wir werden es kontinuierlich weiterentwickeln und an neue Rahmenbedingungen anpassen“, erklärt Bürgermeister Leon.

Zum Abschluss richtet Armin Leon auch einen sehr persönlichen Blick in die Zukunft:
„Als Großvater wünsche ich mir für meine Enkel eine Mobilität, die schon heute an morgen denkt. Eine Mobilität, die mögliche Zielkonflikte und notwendige Kompromisse frühzeitig berücksichtigt und dafür tragfähige Lösungen entwickelt. Denn nur so bleibt das Leben in unserer Stadt und unserer Region auch in Zukunft mobil und lebenswert.“

Mit dem vorgestellten Konzept setzt die Stadt Geilenkirchen ein deutliches Signal für eine moderne, nachhaltige und lebenswerte Stadtentwicklung.

 

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