Bundesregierung streicht die Sportstättenförderung und lässt Sportvereine im Regen stehen

Kein geld mehr - Bautätigkeiten auf sportanlagen in Geilenkirchen sind nicht betroffen

Kreis Heinsberg. Die Bundesregierung hat mit Schreiben vom 4. August den Ländern mitgeteilt, dass es ab 2023 keine Förderung der Sportstätten mehr geben wird. Dadurch können viele Projekte von Vereinen und Kommunen nicht mehr in Angriff genommen werden. Die Stadt Geilenkirchen trifft das Aus der Förderung nicht mehr so stark, da das Sportzentrum in Bauchem bereits fertiggestellt ist und am 20. August offiziell eingeweiht wird. Für den Stadionausbau des FSV Geilenkirchen-Hünshoven wurden keine Fördergelder in Anspruch genommen. „Wir wurden vom Schreiben des Bundes völlig überrascht. Für uns als Stadt ist es wichtig, die Sportstätten in einem guten Zustand zu bekommen oder halten. Wir werden jetzt überlegen, wie wir die Sportplätze in Gillrath und Teveren wie geplant erneuern können. Eigentlich wollten wir einen Förderantrag stellen. doch dies brauchen wir nun nicht mehr versuchen“, so der Technische Beigeordnete Stephan Scholz. Die Stadt Geilenkirchen hat für das Sportzentrum in Bauchem die Zusage für einen Zuschuß von 1 025 000.- Euro bekommen. Ohne diese Gelder hätte der Neubau der beiden Sportplätze samt Leichtathletik-Anlage nicht stattfinden können.

Auch die CDU Abgeordneten aus dem Kreis Heinsberg, Wilfried Oellers MdB sowie Thomas Schnelle MdL und Bernd Krückel MdL nahmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung zur Streichung der Sportstättenförderung durch die Ampel-Regierung in Berlin Stellung.

„Das ist das Aus für die Förderung der Sportstätten im Bund und im Land NRW“, so die beiden CDU-Landtagsabgeordneten aus dem Kreis Heinsberg, Thomas Schnelle und Bernd Krückel. „Die zuständige Landesministerin Ina Scharrenbach (CDU) hatte mit einem Brief vom 20. Juli 2022 die Bürgermeister und Landräte in NRW informiert, dass die neue schwarz/grüne Landesregierung das erfolgreiche Programm zur Förderung von Sportstätten 2022 fortsetzen möchte.“

„Mit dem Investitionspakt Sportstätten unterstützt der Bund gemeinsam mit den Ländern Kommunen durch Investitionszuschüsse für die bauliche Sanierung und den Ausbau von Sportstätten“, so Bernd Krückel MdL. „Nun stellt die Bundesregierung Ende 2022 den erfolgreichen Bund-Länder-Investitionspakt ein. Dies hat sie jetzt den Ländern mitgeteilt. Somit sind für das Jahr 2023 keine Antragstellungen möglich. Bis zum Jahr 2024 waren eigentlich Bundesmittel für den Investitionspakt vorgesehen.“

„Gemeinsam hatten Bund und Länder vereinbart, kommunale Sportstätten finanziell zu fördern und dafür ein millionenschweres jährliches Investitionspaket aufgelegt. Bund und Länder übernehmen 90 Prozent der Kosten, 10 Prozent die Kommunen, die davon profitieren,“ so Thomas Schnelle MdL. „Das ist ein gutes Konzept, aus dem der Bund sich nun überraschend zurückzieht. Das ist ein Tiefschlag für unsere Sportvereine und Kommunen, insbesondere im ländlichen Bereich“.

„Auch wenn in diesen schwierigen Zeiten gespart werden muss, so ist das vollständige Einstellen der Sportstättenförderung der falsche Weg. Das unter der damaligen CDU-geführten Bundesregierung eingeführte Programm förderte insbesondere die vielen Sportvereine, die einen wichtigen Beitrag für unser gesellschaftliches Leben leisten und Kindern und Erwachsenen ermöglichen, Vereinssport zu treiben“, schreibt der Heinsberger Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers (CDU). „Wir haben damals bei Verabschiedung der Sportstättenförderung großen Wert darauf gelegt, dass die neuen Anlagen barrierefrei errichtet mussten. Damit leistete dieses Programm auch einen wichtigen Beitrag für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen im Sport- und Vereinsleben. Es ist schade, dass diese Ziele mit der Einstellung der Sportstättenförderung durch die jetzige Bundesregierung aufgegeben werden, obwohl sie im Koalitionsprogramm etwas anderes angekündigt hat.“

„Ministerin Scharrenbach hat mit einem Brief vom 4. August an die Bürgermeister und Landräte die Notbremse gezogen und die Antragstellung ausgesetzt.“ Als Mitglied des Haushalts- und Finanzausschusses im Landtag NRW schreibt Bernd Krückel: „Die Haushaltsberatungen für das Jahr 2023 beginnen nun. Ich sehe ohne die Beteiligung des Bundes nicht die Möglichkeit, ein Programm wie „Moderne Sportstätten 2022“ wieder aufzulegen. Die Entscheidung der Ampel-Regierung in Berlin ist eine schlimme Botschaft! Wir müssen die konkreten Beratungen abwarten. Derzeit können wir den Kommunen und Vereinen keine Zusagen machen.“

1 Kommentar

  1. das ist mal so, für die hiesige Bevölkerung, ausser speziellen Gruppen, ist kein Geld da. Die Milliarden fliesen ins Ausland, da sind wir grosszuegig, der arbeitende Bürger und Rentner zahlen es mit hohen Energiepreisen. Die EEG Umlage wurde abgeschafft, dafür bekommen wir jetzt eine Gasumlage, Typisch Politik, egal, wer am Ruder ist. Der Arbeitende zahlt, die Nichtstuer kassieren. Und die Opposition wettert, diese sind ja hochversorgt

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