„Bitte nicht anfassen“ – Hinweis eines „Spaßvogels“ völlig am Ziel vorbei

Völlig am Ziel vorbei! Der Zettel klebte auf den Tasten des Klaviers am Friedlandplatz. Jeder, der möchte, kann sich an die aufgestellten Klaviere setzen und spielen.

Geilenkirchen. Die Aktion „Spiel-mich-Klavier“ wurde in der letzten Woche in Zusammenhang mit dem Klaviersommer von der Stadt ins Leben gerufen. Lesen Sie dazu auch den Artikel https://geilenkirchen-lokal.de/?p=64386 . Drei Klaviere wurden in größerem Aufwand von den Kindern der AWO-KITA in Bauchem mit selbstgemalten Bilder verschönert. Hintergrund ist die Tatsache, dass jeder der möchte, sich einmal an ein Klavier setzt und einfach mal auf die Tasten tippt und den Klängen lauscht.

Jetzt kommt das UNGLAUBLICHE an dieser Sache. Auf dem Klavier am Friedlandplatz wurde ein Blatt auf die Tasten geklebt, dass dies verbieten soll. „Ich wünschte mir, der Verfasser der Nachricht würde sich mit mir mal auf einen Kaffee treffen und die Beweggründe für diese Nachricht erläutern“, meinte Roswitha Beckers vom Kulturamt der Stadt.

Das es keine spontane Aktion war, ist anhand des betriebenen Aufwands ersichtlich. Der Verfasser hat sich die Mühe gemacht, sich an einen Computer zu setzen, ein entsprechendes Symbol herauszusuchen und dann die ganze Sache auch noch auszudrucken und aufzukleben. Ganz ordentlich der Hinweis! Nur leider völlig am Ziel vorbei. Im Umfeld des Klaviers gibt es genügend Akustiker, bei denen sich die Person sicherlich Hilfe holen kann, falls einmal ein weniger talentierter sich an das Klavier setzt.

3 Kommentare

  1. Vandalismus am Busbahnhof, Schmierereien am neuen gestalteten Bahnhof, Grafitti in der ganzen Stadt – aber bei diesem Zettel hört der Spaß wirklich auf. Hoffentlich kriegen sie den Täter ;)

  2. da hat sich einer einen Witz erlaubt, eben seine Kunst dargestellt. Und da regt sich die Kulturmitarbeiterin auf, hat nichts anderes zu tun, das muss aber ausdiskutiert werden. Ein Arbeitskreis wird wohl noch gegründet.
    Lachen verboten. Was kosten eigentlich solche „tolle Ideen“ dem Steuerzahler.

  3. Toller und gelungener Scherz den nicht nur ich, sondern auch viele andere Fußgänger schmunzelnd oder mit breitem Grinsen im Gesicht zur Kenntnis genommen haben. Welche Verordnung oder welches Gesetz verbietet eigentlich MitarbeiterInnen des Kulturamtes auch mal über einen gelungenen Scherz zu lachen?
    Danke an den Witzbold für ein geschenktes Lachen.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.