„Christel-und-Hermann-Wassen-Platz“ vor dem Gymnasium eingeweiht

Bürgermeisterin Daniela Ritzerfeld bei der Einweihung des Christel- und Hermann-Wassen-Platz.

Geilenkirchen. Mit einer Feierstunde wurde am Montagmittag der Christel- und-Hermann-Wassen-Platz in Geilenkirchen offiziell seiner Bestimmung übergeben. Mit dem schön gestalteten Platz vor dem Bischöflichen Gymnasium St. Ursula möchte die Stadt Geilenkirchen an das Ehepaar Wassen erinnern. Neben Bürgermeisterin Daniela Ritzerfeld würdigten auch der Behindertenbeauftragte der Stadt, Heinz Pütz sowie Schulleiter Jürgen Pallaske und Heinz Wolf als früherer Wegbegleiter von Hermann Wassen die Verdienste des Ehepaares Wassen um die Aufarbeitung der Geschichte der Jüdischen Mitbürger*innen.

Anwesend war auch Karl-Heinz Nieren, der den Fundus des Ehepaares übernommen hat und seitdem die intensive Arbeit fortsetzt. Erst kürzlich wurde Nieren dafür mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Heinz Wolf und Karl-Heinz Nieren hatten im Januar 2020 einen Antrag an den damaligen Bürgermeister Georg Schmitz und den Rat der Stadt Geilenkirchen gestellt, mit der Bitte, die Arbeit des Ehepaares Wassen mit der Benennung des Vorplatzes von St. Ursula in „Christel-und-Hermann-Wassen-Platz“ zu würdigen. Bei der vorherigen Suche nach einer geeigneten Fläche war der Sachbearbeiter der Stadtverwaltung, Wolfgang Robertz fündig geworden, wie Heinz Wolf zu berichten wusste. Auf einem Sockel wurde hier ein Originalstein der in der Pogromnacht 1938 nieder gebrannten Geilenkirchener Synagoge platziert. Ein Namensschild überragt das Ensemble, zwei rechts und links angebrachte, vom Heimatverein Geilenkirchener Lande e.V. finanzierte Hinweistafeln flankieren die Gedenkstätte. Über einen QR-Code erhalten Interessierte Informationen (auch in Englisch) über das Wirken des Ehepaares Wassen. Bei der Eröffnungsfeier bildeten Schülerinnen des St. Ursula Gymnasiums mit Gesangsdarbietungen den musikalischen Rahmen.

1 Kommentar

  1. Schöner Platz. Klasse Idee. Tolle Information. Geschichtlich absolut interessant! Ein Lob an die Beteiligten, die an dieser Umsetzung des schön angelegten Platzes beteiligt waren. Ein besonderes Lob gilt den Ideengebern Heinz Wolf u. Karl-Heinz Nieren!

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