War der Zirkusplatz nach dem Krieg eine Müllhalde? Umweltbehörde entdeckt Altlasten im Boden – Spielplatz gesperrt

Hinter der Geilenkirchener Feuerweche könnte auch Kriegsmunition entsorgt worden sein - Bodengutachter müssen zur Klärung herangezogen werden

Der rot markierte Bereich wurde von der Stadt Geilenkirchen gesperrt. War dort früher eine Müllhalde?

Geilenkirchen.  In der Geilenkirchener Innenstadt ist seit einigen Tagen der „Zirkusplatz“ und der angrenzende Kinderspielplatz im Wurmauenpark mit Bauzäunen komplett abgesperrt. Grund dafür sind belastete Bodenproben, die vom Kreis-Umweltamt in einer routinemäßigen Überprüfung entdeckt wurde. Wie uns die Untere Bodenschutzbehörde des Kreises Heinsberg mitteilte handelt es sich dabei um teerhaltige Schadstoffe. Das Grundstück hinter der Feuerwache in Geilenkirchen – zwischen Herzog-Wilhelm-Straße und dem Wurmauenpark – wurde, nach Übermittlungen damaliger Bürger, zum Kriegsende und auch noch einige Jahre später als Schutt- und Müllhalde benutzt. Auch Munition und Granaten sollen dort entsorgt worden sein. „Uns ist bekannt, dass dort in den 40er und 50er Jahren Bücher und ähnliches verbrannt wurden. Zudem diente es als Schuttablage. Später gab es eine Aufschüttung, die auch aufgrund der höheren Lage der Grundstücke zu sehen und bekannt ist“, so Frank Symes vom Amt für Umwelt- und Verkehrsplanung bei Kreis Heinsberg. Der Kreis informierte unmittelbar die Stadt Geilenkirchen, die diesen Bereich einschließlich des angrenzenden Spielplatzes sperrte. In den nächsten Tagen sollen Angebote von Gutachtern eingeholt werden, die eine Beurteilung der „Altlasten“ durchführen können. Danach werden Bohrungen in den betroffenen Bereichen erfolgen. Die Auswertung wird Aufschluß darüber geben, welche möglichen Schadstoffe im Boden enthalten sind. Bis zur Klärung bleibt der komplette Bereich gesperrt.

Abgesperrt: Auch der Spielplatz im Wurmauenpark könnte auf verseuchtem Boden gebaut worden sein. Das wird in den nächsten Wochen geklärt.

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