Wohnmobilstellplatz: Verwaltung will Struktur in das Thema bringen

Geilenkirchen. Eigentlich ging es im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung um die Anträge von drei Fraktionen. Die CDU hatte den Antrag auf Einrichtung eines Wohnmobilstellplatzes in Geilenkirchen gestellt, und die politische Konkurrenz, vor allem Rainer Jansen von den Grünen, reagierte ablehnend, weil die Grünen-Fraktion und auch die SPD schon in den vergangenen Jahren ähnliche Anträge gestellt hatten.  Zunächst hatte Manfred Schumacher für die CDU den Antrag unter anderem mit dem Hinweis auf entsprechende Einrichtungen in anderen Orten des Kreises Heinsberg begründet und die Frage nach dem Standort offen gelassen.

Beigeordneter Herbert Brunen stellte fest, dass es bereits verschiedene Anträge zum Thema gebe wie den der Grünen im Zusammenhang mit dem von ihnen geplanten Kultur- und Wanderpfad für Geilenkirchen und den der SPD im Zusammenhang mit einem Gesamtkonzept für den Wurmauenpark. Brunen erklärte, dass die Verwaltung ohnehin vorhatte, das Thema in einer der nächsten Sitzungen des Stadtentwicklungsausschusses zu behandeln und dann im Rahmen eines Gesamtpaketes. „Wir müssen erst Struktur in das Thema bringen“, so Herbert Brunen.

Während die CDU in ihrem Antrag den Wurmauenpark, die „grüne Lunge der Stadt“,  als Standort für den Wohnmobilstellplatz ausschließen wollte, auch wegen Überflutungsgefahr und der jährlichen Pfingstkirmes. sah Rainer Jansen für die Grünen das anders. Gerade der Wurmauenpark biete sich an, sagte er. Dort sei ohnehin eine öffentliche Toilettenanlage dringend notwendig und an eine solche könnten weitere, für Wohnmobilnutzer nötige Einrichtungen angeschlossen werden. Die CDU forderte er auf, ihren Antrag zurückzuziehen. Dem folgte auch Marko Banzet für die SPD mit dem Hinweis, man solle zunächst das Konzept der Verwaltung abwarten.

Für Abwarten sprach sich auch Gero Ronneberger (Bürgerliste) aus, und Uwe Eggert warnte für die Linken davor, den Wurmauenpark mit zu vielen Einrichtungen zum Rummelplatz zu machen. Als Sprecher der Fraktion „Geilenkirchen bewegen und FDP“ brachte Wilfried Kleinen einen neuen Aspekt in die Diskussion. „Wir bezweifeln, dass eine ausreichende Nachfrage vorhanden ist“, sagte er, deshalb werde seine Fraktion dem CDU-Antrag zum jetzigen Zeitpunkt nicht zustimmen.

Nachdem CDU-Sprecher Max Weiler mehrfach betont hatte, seine Fraktion werde den Antrag nicht zurückziehen, sprach Ausschussvorsitzender Karl-Peter Conrads (ebenfalls CDU) von einer „Vertagung“ des Antrags bis zur Vorlage eines Konzeptes der Verwaltung. Dieser Vorschlag fand schließlich die mehrheitliche Zustimmung des Ausschusses. (mh)

 

 

 

 

1 Kommentar zu Wohnmobilstellplatz: Verwaltung will Struktur in das Thema bringen

  1. Als WOMO Fahrer weiß ich, dass Stellplätze nicht nachgefragt, sondern gefunden werden. Das heißt, stellt man einen Platz zur Verfügung, finden die Wohnmobilfahrer den Platz. So lernen Mobilisten auch kleine Orte kennen und nutzen das Angebot der Ortschaft. Viele, auch Dörfer, gibt es, die Plätze anbieten.

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