„Fliegende Händler“ könnten in Dörfern kleine Märkte schaffen

Geilenkirchen. Eine einem CDU-Antrag folgende Information der Verwaltung über die Ausdehnung der Verkehrszeiten des „Multibusses“ der West Verkehr GmbH lag den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung vor. Darin wurde unter anderem festgestellt, dass kreisweit die Bedienzeiten in den Abendstunden auf ein Uhr (sonntags bis freitags) und zwei Uhr (samstags) erweitert werden, und dass man bemüht ist, Bedienungslücken von zwei bis drei Stunden (zum Beispiel Kraudorf-Geilenkirchen) zu schließen. Von solchen Bedienungslücken betroffen ist nach den Worten von CDU-Sprecher Max Weiler vor allem auch der Bereich Prummern, Beeck, Würm, Honsdorf und Leiffarth. Sein Fraktionskollege Manfred Schumacher regte an, die Informationen über die Nutzung des Multibusses zu verbessern und dazu einen Flyer des Unternehmens „West Verkehr“ zu nutzen. Uwe Eggert (Linke) appellierte an die Ausschussmitglieder, im Sinne Geilenkirchens die Kreistagsmitglieder der Parteien anzusprechen, da auf Kreisebene verhandelt und entschieden werde.

Offene Türen bei ihren Ausschusskollegen rannte die CDU-Fraktion in der gleichen Sitzung mit einem Antrag zur Optimierung der Nahversorgung durch sogenannte „fahrende Händler“ ein.. Im Einzelnen soll demnach die Verwaltung ermitteln, welche fahrende Händler wann und mit welchem Warenangebot wo durch Geilenkirchen fahren, und dann eruieren, ob bei den Händlern die Bereitschaft zu einem gemeinsamen Vorgehen besteht. Bei bestehendem Interesse soll mit den Händlern ein Strecken- und Zeitplan erstellt werden. In der Begründung des Antrages räumte CDU-Sprecher Max Weiler ein, dass es sicher nicht leicht sein werde, die Händler zu erreichen und zu motivieren, da es neben mobilen Filialen ortsnaher Bäcker, Metzger oder Lebensmittelhändler auch fahrende Händler aus anderen, eventuell weit entfernten Orten gebe. Das Ziel, durch Koordination vielleicht zeitgleiche „kleine Supermärkte“ für die Außenorte zu schaffen, sei den Aufwand jedoch wert.

„Das ist eine pfiffige Idee, da machen wir mit!“, sagte Rainer Jansen für die Grünen, wobei auch er meinte, dass eine solche Koordination sicher nicht leicht zu erreichen sei. Auch Marko Banzet (SPD) fand die Idee grundsätzlich gut, hatte aber Zweifel daran, dass die Verwaltung die Umsetzung leisten könne. Eine Möglichkeit zur Umsetzung sah Beigeordneter Herbert Brunen darin, auf die Erfahrungen der Ortsvorsteher zurückzugreifen. Für die Linken sah Uwe Eggert sogar die Chance, dass in den Dörfern „kleine Märkte“ entstehen könnten. Der Platz dafür sei vorhanden. Der Auftrag an die Verwaltung wurde nach der kurzen Diskussion einstimmig verabschiedet. (mh)

 

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