Noch Unklarheit über ein neues Zuhause für die Musikschule

Geilenkirchen. Über den aktuellen Stand der Bemühungen um einen neuen Standort für die Musikschule berichtete Beigeordneter Herbert Brunen im Ausschuss für Bildung, Soziales, Sport und Kultur. Brunen schränkte dabei jedoch ein, dass es eigentlich noch zu früh für einen abschließenden Bericht sei. Ausgangspunkt für die Bemühungen sei die akute Raumnot im Rathaus gewesen. Eine Überlegung der Verwaltung zielte auf das benachbarte Musikschulgebäude als Rathauserweiterung, wobei als Ersatz für die Musikschule Räume in der Realschule ins Auge gefasst wurden. Bei genauerer Prüfung habe man jedoch festgestellt, dass das Platzangebot an der Realschule nicht reiche, wenn man nicht eine Erweiterung, etwa einen Anbau, schaffe. Die Gemeindeprüfungsanstalt NRW, die einen Raumüberhang für die Realschule festgestellt hat, habe nämlich nicht den Bedarf durch die Offene Ganztagsschule bedacht.

Für einen heftigeren Wortwechsel sorgte dann Grünenchef Jürgen Benden. Der Punkt komme zu spät auf die Tagesordnung, sagte er, gerade die Vorüberlegungen hätten auch schon in den Fachausschuss gehört. Vor dem Hintergrund der steigenden Schülerzahlen hätte man dann schon andere Vorschläge, zum Beispiel einen Neubau auf dem Gelände der alten Polizeiwache, machen können. Brunen wies den Vorwurf zurück mit der Feststellung: „Sie erwarten von uns doch vor einer Diskussion die Vorarbeit“. Außerdem, so Brunen, gehe es jetzt nur noch um relative kleine Differenzen.

Wie der Beigeordnete sahen das auch Sprecher der anderen Fraktionen. Stefan Mesaros (Für GK) wies darauf hin, dass die Initiative von der Verwaltung ausgegangen sei, und auch Max Weiler (CDU) sah die Verwaltung auf dem richtigen Weg. „Wir erwarten Fakten, bevor wir diskutieren können“, sagte er, und sein Fraktionskollege Michael Kappes ergänzte: „Ich bin nicht bereit, ins Blaue hinein zu diskutieren“. Anders dagegen Karola Brandt für die Bürgerliste. Sie störe, dass die Informationen von der Verwaltung nur „scheibchenweise“ kämen. Auch das wies der Beigeordnete zurück. Die Fraktionen seien von Anfang an, unter anderem in einem interfraktionellen Gespräch, informiert worden, so Brunen.

Jürgen Benden (Grüne) vermisste in diesem Zusammenhang die regelmäßigen interfraktionellen Gespräche, während Michael Kappes (CDU) nochmals betonte: „Wir können nicht reden, wenn wir keine Fakten haben“. Ausschussvorsitzender Marco Banzet fasste schließlich zusammen: „Die Realschule ist zurzeit nicht für die Aufnahme der Musikschule geeignet. Wir brauchen Alternativen wie einen Anbau oder einen Neubau“. (mh)

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