Auf dem Weg zu mehr Sicherheit an den Geilenkirchener Schulen

Geilenkirchen. Über den Stand der Brandschutzmaßnahmen an den städtischen Schulen berichtete im Ausschuss für Bildung, Soziales, Sport und Kultur der neue Leiter des Stadtbetriebes, Gort Houben. Die Verwaltung folgte damit einem entsprechenden Antrag der Grünen.

Schwerpunkte, so war dem Bericht zu entnehmen, waren in diesem Jahr die Katholische Grundschule in Teveren und die Gemeinschaftsgrundschule in Gillrath. In Teveren, so Houben, seien die gesamte Brandschutzsituation und die Alarmierungsanlage überarbeitet worden. Dabei habe man sichergestellt, dass die Alarmanlage an jeder Stelle der Schule zu hören ist. Auch die Turnhalle in Teveren habe man überprüft und sicherer gemacht. Neben etlichen kleineren Maßnahmen habe man zusätzliche Fluchttüren eingebaut und für einen behindertengerechten Fluchtweg gesorgt. „Teveren ist jetzt safe“, sagte Houben. Ähnlich weit gediehen sei die Situation in der Gillrather Schule. Hier habe man unter anderem auch Türen und Brandschutzwände erneuert.

Für das kommende Jahr stehen nach Houbens Ausführungen die Katholische Grundschule Geilenkirchen und die Schule in Immendorf auf dem Programm, wobei man mit umfangreichen Vorarbeiten bereits begonnen und damit wertvolle Zeit gewonnen habe. An der KGS Geilenkirhen habe man Begehungen mit Brandschutzfachleuten vorgenommen, ein Brandschutzkonzept werde noch in diesem Jahr fertig. Für Immendorf stehe im Groben bereits die Kostenaufstellung, und für beide Schulen gelte, dass das Gros der Arbeiten in den Sommerferien 2019 beginne, kleinere Maßnahmen könnten sich dann bis ins Jahr 2020 erstrecken.

Erneut gefordert war der neue Leiter des Stadtbetriebes bei einem weiteren Tagesordnungspunkt. Auf Antrag der SPD-Fraktion gab er einen Sachstandsbericht zu den Vorarbeiten für die Veranstaltung zum Gedenken an die Pogromnacht, die so genannte „Reichskristallnacht“  am 9. November vor 80 Jahren. als auch in Geilenkirchen die Synagoge in Flammen aufging. An dieses Ereignis soll nach Houbens Worten in einem würdevollen Rahmen erinnert werden. Er wies auf die grundsätzlich erforderliche Neugestaltung des Synagogenplatzes hin aber auch darauf, dass man noch keine Festeinbauten mit Stelen oder Steinen aus der ehemaligen Synagoge vornehmen wolle, da noch unklar sei, wie sich die Zukunft der angrenzenden ehemaligen Stadthalle entwickle. Für eine würdige Gedenkveranstaltung werde man deshalb einen Rahmen schaffen, der auch wieder zu entfernen sei. So sollen auf drei Trägern Tafeln angebracht werden, die in Text und Bild an die Pogromnacht und das Schicksal der Geilenkirchener Juden erinnern. Das geschehe in Absprache mit den Bürgern Karl-Heinz Nieren und Heinz Wolf, die sich für die Initiative „Erinnern“ um das Thema bemühten.

Diese eigentlich positiven Aussagen weckten jedoch erhebliche Irritationen, als von den als beratende Mitglieder dem Ausschuss angehörenden Schulleitern  Uwe Böken (Gesamtschule) und Peter Pauli (Realschule), beide Mitglieder der genannten Initiative, festgestellt wurde, dass die beiden von Gort Houben genannten Gesprächsteilnehmer dieser Initiative nicht mehr angehören. „Das ist völlig an uns vorbei gegangen“, sagte Böken zu den angesprochenen Vorbereitungen, und von „gewissen Irritationen“ sprach auch Peter Pauli. Die Initiative bestehe auch ohne die früheren Mitglieder als für alle Bürgerinnen und Bürger offene Gruppe weiter, und  für den Gedenktag am 9. November bereite man durchaus etwas vor.

 Das Stichwort „offene Gruppe“ griff Jürgen Benden (Grüne) auf und schlug vor, dass künftig auch ein Mitglied der Verwaltung an den Treffen der Initiative teilnehmen soll. Beigeordneter Herbert Brunen stimmte diesem Vorschlag zu. (mh)

 

 

 

 

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