Unwetter: 42 Fahrgäste mussten bei Würm aus Zug evakuiert werden – Zahlreiche Strassen mussten gesperrt werden

Die Wurm hatte nur noch knapp 20 Zentimeter bis zur Überflutung wie hier im Bereich der Polizeiwache in Geilenkirchen.

Geilenkirchen/Kreis Heinsberg. Die Nacht zum 30. April war für die Feuerwehren in Stadt und Kreis eine einsatzintensive. Der diensthabende Einsatzleiter der Geilenkirchener Feuerwehr sprach von einer „turbulenten Nacht“ mit vielen Einsätzen, die teilweise noch am Vormittag andauerten. Bereits vor Mitternacht mussten die Feuerwehren zu Einsätzen ausrücken. Dabei waren es oftmals Schlammlawinen von den Feldern oder auch umgestürzte Bäume. Auf der Bahnstrecke zwischen Aachen und Mönchengladbach fuhr ein Zug gegen einen Baum. 42 Fahrgäste mussten bei Würm von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden. Keiner der Fahrgäste wurde verletzt. Sie wurden teilweise im Gerätehaus Würm untergebracht. Die Bahn organisierte Taxen für den Weitertransport der Bahnkunden. Die Landstraße L42 zwischen Süggerath und Kogenbroich ist derzeit noch gesperrt. Gesperrt ist vorsorglich auch der Beamtenparkplatz in der Geilenkirchener Innenstadt. „Wir haben den Parkplatz aus Sicherheitsgründen gesperrt. Derzeit gehen wir davon aus, das er nicht durch den Wasserstand der Wurm überflutet wird. Der Scheitelpunkt sollte am Vormittag erreicht sein. Ebenso haben wir Sandsäcke im Bereich des Krankenhaus gelagert. Aber auch dort gehen wir davon aus, dass die Wurm nicht über die Ufer geht“, so Thomas Graf.

Am Nachmittag gab es leichte Entwarnung. Die Pegel gingen zurück und die Aufräumarbeiten neigten sich dem Ende. Ohne die Rekultivierungen und den Ausgleichsbereichen für die Wurm hätte dieses Unwetter sicherlich wesentlich größere Schäden angerichtet.

Der unterstand für Pferde im Bereich Gut Hommerschen ist fast 1,5 m unter Wasser.
Auch im Wurmauenpark war „Land unter“.

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