Vereinsförderung: Fraktionen wollen eine grundsätzliche Neuregelung

Geilenkirchen. Es gab im Haupt- und Finanzausschuss eigentlich kaum Meinungsverschiedenheiten, weil alle dasselbe wollten, doch es dauerte eine Weile, bis es den Politikern auch klar wurde. Anlass war ein Antrag des Sportvereins SG Union 94 Würm-Lindern auf Bezuschussung in Höhe von monatlich 200 Euro für die Kosten, die bei der Reinigung des Umkleidehauses entstehen. Anderen Vereinen – zum Beispiel in Teveren und Gillrath – werden solche Zuschüsse gewährt, und die Verwaltung hatte vorgeschlagen, dem Antrag zu entsprechen. Zwar gab es keine grundsätzlichen Einwände gegen einen solchen Zuschuss, doch die Fraktionen zielten mehr auf das Grundsätzliche der Vereinsförderung. Für die Grünen sprach sich Jürgen Benden für den beantragten Zuschuss aus und forderte zugleich ein transparentes Verfahren, das alle Vereine gleich behandelt, und für die CDU schlug Max Weiler vor, mit der Entscheidung zu warten, bis feststehe, welche Vereine noch keine solchen Zuschüsse erhalten. Ähnlich wie die Grünen sah Christian Kravanja für die Bürgerliste das Verfahren, und auch Leonhard Kuhn (Geilenkirchen bewegen und FDP) und Christoph Grundmann (SPD) sowie Gabriele Kals-Deußen (Für GK) sprachen sich für die direkte Annahme des Antrags aus. Ein neuer Vorschlag kam von Rainer Jansen (Grüne), der für die sieben Monate ab Juni 1400 Euro bewilligen und die späteren Reinigungen für alle Vereine ausschreiben wollte, weil das mehr Transparenz bringe.

Karl-Peter Conrads (CDU) forderte, zwei Beschlüsse zu fassen, um die Einzelbezuschussung von der grundsätzlichen Neubewertung der Vereinsförderung zu trennen, und die anderen Fraktionen schienen ihm zu folgen. Ziemlich groß war allerdings die Überraschung, als Kämmerer Daniel Goertz feststellte, dass die Verwaltung und damit die Kämmerei den Auftrag zur umfassenden Darstellung der Vereinsförderung schon längst habe und das Ergebnis noch in diesem Jahr vorlegen wolle.  Schließlich einigten sich die Ausschussmitglieder darauf, diesen Bericht abzuwarten und beschlossen bei nur einer Neinstimme, dem Verein Würm-Lindern für dieses Jahr 1400 Euro zu bewilligen. (mh)