„Rezepte gegen den Absturz – Was taugt die europäische Reformdebatte?“ – Im Rahmenprogramm der diesjährigen Karlspreisverleihung spannender Vortrag in Geilenkirchen am 23. Mai

Geilenkirchen.  – Der Abschied der Briten aus der Gemeinschaft der Europäischen Union, Uneinigkeit der EU-Mitgliedsländer in Krisenfällen und in der Behandlung von EU-Beitrittskandidaten sind unter anderem Gründe dafür, dass EU-Experten, unter ihnen der in Wien lebende Politologe und Soziologe Martin Winter, fordern: “Europa braucht dringend eine Reformdebatte”.  “Die zu-rückbleibenden Staaten der Europäischen Union”, so Winter weiter,  “werden zum Nachdenken darüber gezwungen, wohin die europäische Reise gehen soll.” Der Einladung der Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen und der Europa-Union Geilenkirchen ist es nun zu verdanken, dass Martin Winter  am Dienstag, 23. Mai 2017 nach Geilenkirchen kommt.

“Rezepte gegen den Absturz – Was taugt die europäische Reformdebatte?” lautet das Thema der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung, zu der die Aachener Karlsrpreisstiftung und die Europa-Union Geilenkirchen interessierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt und der Region einladen. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 23. Mai um 19:30 Uhr in der Aula des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula, Geilenkirchen, Markt 1 statt. Der Eintritt ist frei.

Mit Martin Winter kommt ein Referent nach Geilenkirchen, der sich seit vielen Jahren der Themen Europa, Nato und Internationale Sicherheit annimmt. Sein beruflicher Werdegang nach dem Abitur in Aachen begann Martin Winter mit dem Studium der Politischen Wissenschaften und der Soziologie in München und Freiburg, das er erfolgreich an der RWTH Aachen abschloss.

Nach vier Jahren als Bundestagsassistent wurde er Ständiger Berater der Planungsabteilung des Bundeskanzleramtes zu Zeiten von Helmut Schmidt, anschließend Referent und Berater im Büro des damaligen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen Johannes Rau. 1983 folgte der Wechsel aus dem Beratungsgeschäft in den Journalismus mit der ersten Station als Nachrichtenredakteur der Frankfurter Rundschau in Frankfurt. Zehn Jahre war Winter Leiter des Bonner Büros dieser Zeitung, ehe er von 1995 bis 1999 als Korrespondent der Frankfurter Rundschau in den USA mit Sitz in Washington arbeitete. Anschließend leitete er bis 2005 das Korrespondentenbüro der Frankfurter Rundschau bei der Europäischen Union und der NATO in Brüssel. Er wechselte dann am gleichen Ort  und in gleicher Funktion zur Süddeutschen Zeitung. Seit 2013 arbeitet Martin Winter als freier Journalist und Buchautor.

Zur gegenwärtigen Situation der Europäischen Union und ihrer Zukunft vertritt Martin Winter eine klare Meinung. “Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union müssen sich vergewissern, was noch gemeinsam geht, nachdem Polen und Ungarn offen gegen die EU arbeiten und nachdem sich in fast allen Ländern nationaler Egoismus breit macht und antieuropäische Parteien gewinnen.” Die EU-Kommission habe dazu Szenarien vorgelegt, jedoch sei keine dieser Ideen wirklich neu, so Winter. “Europa muss sich darum die Frage gefallen lassen, ob es Angst for radikalen Ansätzen hat oder ob es den Mitgliedstaaten einfach an Phantasie gebricht.” Die Zuhörer und Zuhörerinnen erwarten am 23. Mai ein spannender Vortrag eine hoffentlich ebenso spannende Diskussion.

Gerd Wassenberg, Vorsitzender der Geilenkirchener Europa-Union: “Wir sind sehr erfreut und dankbar, dass die Stiftung Internationaler Karlspreis bereits zum vierten Mal mit uns zusammenarbeitet. Mit dem schulischen Veranstaltungsort verbinden wir die Hoffnung, auch die Jugend für das Thema zu interessieren. Schließlich geht es um ihre Zukunft in Europa.”

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*