„Mit Abstand betrachtet“: Künstler-Forum präsentiert Carolin Nagel und Jana Rusch

Übach-Palenberg. Das Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen setzt seine Ausstellungsreihe 2017 mit der Ausstellung „Mit Abstand betrachtet“ der jungen Künstlerinnen Carolin Nagel, Köln, und Jana Rusch, Eupen, fort, die von Sonntag 30. April, 11 Uhr, bis zum 28. Mai für die Öffentlichkeit in Schloss Zweibrüggen zu besichtigen ist. Auch diese aktuelle Ausstellung wird von der Sparkassen-Kunststiftung der Kreisparkasse Heinsberg sowie der Volksbank Heinsberg großzügig unterstützt.

Carolin Nagel, geboren in Heinsberg, absolvierte zunächst von 1998 bis 2003 eine Ausbildung zur Erzieherin. Danach studierte sie als Meisterschülerin bei Prof. Dr. Ulrika Eller-Rüter an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter/ Bonn mit dem Schwerpunkt „Kunst im öffentlichen Raum und sozialen Brennpunkten“. In dieser Zeit bereiste sie Länder wie Rumänien, Südafrika, Israel und Polen, um in diesen kulturübergreifende, künstlerisch-praktische Projekte mit Kindern / Jugendlichen umzusetzen und zu fördern. Im Oktober 2012 beendete sie ihr Studium der Bildenden Künste mit dem Schwerpunkt Malerei  mit Diplom. Seit 2016 hat sie einen Lehrauftrag an der Alanus Hochschule.

Schon zu Beginn ihrer künstlerischen Ausbildung, stellte sie fest, dass sie von der figürlichen Malerei mit Pinsel abweicht, und zu einer informellen Kunst übergeht, in dem der Prozess des Malens im Mittelpunkt des Schaffens steht. Ihre Werke entstehen in einem spannungsgeladenen Prozess, der mit Absicht und Zufall zugleich spielt.

Carolin Nagel sagt von ihrer Malerei selbst: „Der physische Akt, das Erleben des Malens selbst sowie das freie Experimentieren mit Farben und Formen ist zentraler Bestanteil meiner Arbeit!“ und „Die zwischen Kontrolle und Zufall pendelnde Arbeitsweise ermöglicht mir, neue unvorhergesehene Bildkompositionen zu schaffen.“ Carolin Nagel lebt und arbeitet in Köln.

Jana Rusch, 1979 geboren in Kasachstan; studierte Kunst autodidaktisch. Von 2000 bis 2007 hat sie ein Studium der Wirtschaftsgeographie mit dem Schwerpunkt Stadt- und Verkehrsgeographie an der RWTH Aachenmit dem Abschluss als Magistra Artium absolviert. Während ihrer Studienzeit bereiste sie malend viele Städte der Welt. Fasziniert vom „Urban Sketching“ war sie in Paris, London, Moskau, New York, Shanghai und Peking. 2006  nahm sie ein Gaststudium an der China Academy of Art auf. Seit 2011 ist hauptberuflich als bildende Künstlerin tätig. Der Schwerpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeit liegt auf dem urbanen und wirtschaftsgeographischen Aspekt. Rusch lebt und arbeitet in Eupen. 2017 wurde sie mit dem Kunststipendium Ostbelgiens ausgezeichnet.

Radfahrer, Fußgänger, der täglich tobende Verkehr, die Wolkenkratzer und die Geschwindigkeit – das aufregend urbane Großstadtleben. Formen, Strukturen und Geschwindigkeiten menschlicher Lebensräume bilden die Grundlage der Inspiration und des Schaffens von Jana Rusch. Ihre Bilder erzählen Geschichten. Geschichten über die Kraft, die Dynamik und die Energie des urbanen Raumes. Letztendlich interpretiert sie – als studierte Wirtschafsgeographin – malerisch Landkarten, Landkarten in sehr unterschiedlichen Maßstäben. Sie ist stets auf der Suche nach Lebendigkeit und Leichtigkeit in ihren Arbeiten. Es geht ihr um das Festhalten eines kurzen, vergänglichen Augenblicks und um die Suche nach Verstärkung der spontanen und fast zufälligen Wirkung ihrer Kunst. Begeistert von der Kunst Tom Christophers und inspiriert von dem Meister des Lichts – Johannes Vanmeer – verbindet Jana Rusch urbane Dynamik mit erzählerischen Komponenten und starken Wirkungen des Lichts in ihren Arbeiten. Ihre Kunst ist dynamisch, expressiv, lebendig und absolut lebensbejahend.

Die Ausstellung „Mit Abstand betrachtet“ beginnt mit der Vernissage am Sonntag, 30. April um 11.00 Uhr, im Schloss Zweibrüggen. Die Vernissage wird musikalisch begleitet von dem in der Region bekannten Pianisten Frank Ollertz. Dazu sind alle Interessierten eingeladen. Die Ausstellung ist bis zum 28.Mai geöffnet, jeweils an den Sonntagen von 11 bis 18 Uhr und jeden Montag von 16 bis 19.30 Uhr.

Auch während der KunstTour im Kreis Heinsberg am 6. Mai von 14 bis 18 Uhr, und am 7. Mai von 11 bis 18 Uhr werden die beiden Künstlerinnen anwesend sein. Der Eintritt ist frei.