„Lebenskreise“ aus unterschiedlichen Perspektiven

Übach-Palenberg. Mit der Ausstellung „Lebenskreise“ startete das Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen in sein Ausstellungsjahr. Traditionell, das betonte der Vorsitzende Dieter Crumbiegel, präsentieren Mitglieder des Forums ihre Arbeiten. Diesmal sind es Werke von Wiltrud Laser-Mauder, Rita Gehlen-Marx und Erika Giegla, die das Thema auf unterschiedliche Weise interpretieren. Die Ausstellung, die noch bis zum 2. April geöffnet ist, wurde von der Kunststiftung des Kreissparkasse und der Volksbank Heinsberg unterstützt.

Bei der Vernissage begrüßte Dieter Crumbiegel die Vertreter der Sponsoren und richtete die Grüße des Bundestagabgeordneten Norbert Spinrath aus. Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch richtete ebenfalls ein Grußwort an die Besucher. Er betonte erneut den Stellenwert, den das Künstler-Forum für seine Stadt habe. In Vertretung der verhinderten Dagmar Preising übernahm Vorsitzender Crumbiegel auch die Einführung in die Werke von Wiltrud Laser-Mauder, Rita Gehlen-Marx und Erika Giegla. Ihre Arbeiten zum Thema „Lebenskreise“ zeigen eigene Perspektive – global gesehen oder auf die eigenen Biografien zurückgeführt.

Rita Gehlen-Marx lebt und arbeitet in Wassenberg. Seit mehr als 40 Jahren befasst sie sich mit der uralten Kunst des Malens auf  Seide- dem für sie vielfältigsten Medium für künstlerische Artikulation. Ihre Bilder sind häufig von der Natur geprägt und werden zu einem Entwurf oder einer Bildidee aufgebaut, verdichtet. Sie orientiert sich in ihrem Schaffensprozess an dem Motto: „Im Kreislauf der Schöpfung ist erneuernde Lebenskraft auch im Kleinsten eingebettet.“

Erika Giegla befasst sich seit ihrem Studium der Sonder-  und Kunstpädagogik mit der Malerei in Acryl und Mischtechniken auf Leinwand, Holz und Papier. Farbe und Licht bestimmen vornehmlich ihre Malerei. In ihren Bildern geht es meist um die Erschaffung einer eigenen Welt. Die Wahrnehmung führt zu einer spontan angelegten Malerei oder zu einer Idee, die weiter verfolgt wird, bis die Bildführung den gestellten Ansprüchen gerecht wird. Bilder erschließen sich selten auf den ersten Blick, das Bild hinter dem Bild ist oftmals maßgebend. Für Giegla bedeutet das Thema Lebenskreise, dass jedes Individuum ein speziell auf sich abgestimmtes Leben involviert. Hierzu gehören Licht und Schatten, d.h. individuelles Erleben, verbunden mit Glück und Tod.

Wiltrud Laser-Mauder absolvierte nach einer Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin ein Studium an der Akademie in Maastricht (NL) in der Fachrichtung Grafik. Sie hat eine Ausbildung zur Kunsttherapeutin und studierte zusätzlich Bildhauerei an der Akademie in Genk. Ihre Malerei ist daher nur ein Schwerpunkt ihrer gestalterischen Arbeit. Es entstehen auch plastische Arbeiten in Ton und Bronzeguss und besonders in dem für die Bildhauerei ungewöhnlichen Material Papier. Dazu kommen Installationen in verschiedenen Materialien. Sie bearbeitet also ein breit angelegtes Feld in verschiedenen Gebieten der bildenden Kunst. Lebenskreise sind für Wiltrud Laser Lebenszyklen. Veränderungen und Prozesse. Leben und Tod und Leben. Dabei bezieht sie sich auf die Natur, die für sie das Zentrum des Lebens ist.

Die Vernissage wurde musikalisch begleitet von dem in der Region bekannten Duo Eva-Stefanie Mosburger-Dalz. Die Ausstellung lädt ist bis zum 2. April (sonntags von 11 – 18 Uhr und montags von 16 – 20 Uhr) geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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