Die Arbeit des Streetworkers soll bald noch mobiler werden – Sitzung des Jugendhilfeausschuss

Geilenkirchen. Dass das Jugendzentrum „Zille“ gute Arbeit leistet, ist bekannt und wurde nun im Jugendhilfeausschuss nochmals unterstrichen, als Sibilla Maria Gärtner als Leiterin der Einrichtung und Mitglieder ihres Teams über die Arbeit berichteten. Mit Beifall nahmen die Ausschussmitglieder dabei unter anderem zur Kenntnis, dass das „Zille“ täglich – an sieben Tagen in der Woche –  etwa 70 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen zwölf und 24 Jahren erreicht mit einer Angebotspalette von Spielen über Musik und Fußball bis zum gemeinsamen Kochen. Beflügelt wird die Arbeit nach den Ausführungen von Sibilla Maria Gärtner auch durch die Hilfe des Streetworkers Dragan Samardzic, der seine im Herbst aufgenommene Arbeit ebenfalls im Ausschuss vorstellte.

Seine Hauptaufgabe sieht er danach in der mobilen Jugendarbeit mit dem Schwerpunkt auf dem Stadtteil Bauchem. Allerdings sieht er auch Bedarf in anderen, kleineren Stadtteilen, die jedoch schwer zu erreichen seien. Er sucht Kontakte sowohl projektbezogen mit größeren Gruppen als auch solche mit Kleingruppen oder einzelnen Jugendlichen. Seine Anlaufstellen sind Jugendtreffpunkte wie der Wurmauenpark mit der Skaterbahn, Parkplätze an Supermärkten oder das Umfeld von Schulen. Ziel seiner Arbeit ist zunächst Vertrauensbildung und dann konkretere Hilfe und Beratung zum Beispiel auch bei Drogenproblemen. „Einige blocken ab, aber viele sind froh, angesprochen zu werden“, so seine bisherigen Erfahrungen.

Mehrfach wurde in der Vergangenheit im politischen Umfeld der Wunsch nach einer festen Anlaufstelle für den Streetworker – etwa im neu zu schaffenden Bauchemer Bürgerhaus –  angesprochen, doch Förderhinweise in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses wiesen in eine andere Richtung. Zunächst hatte Christiane Kirschbaum als Geschäftsführerin des Fördervereins der Bauchemer Ortsvereine dem Streetworker 200 Euro überreicht, die der Förderverein mit seinem Stand auf dem Nikolausmarkt erwirtschaftet hatte. Dann berichtete Jugendamtsleiter Wilfried Schulz von Plänen, den Streetworker mit einem gebrauchten Großraum-Pkw (acht Plätze) auszustatten, für den es bereits Sponsoren gebe. So hätten der Lions-Club Geilenkirchen-Übach-Palenberg 3000 Euro und der Rotary-Club Aachen-Nordkreis 2000 Euro für diesen Zweck gespendet, und nach weiteren Geldgebern werde gesucht. Damit dürfte eine feste Anlaufstelle für den Streetworker in einem neuen Bauchemer Bürgerhaus kein Thema mehr sein. (mh)