Bürgermeister Georg Schmitz wirft Politikern „Überrumpelungstaktik“ vor

Geilenkirchen. Geilenkirchens Bürgermeister Georg Schmitz will künftig auf die Anfragen, die gegen Ende der Ratssitzungen aus dem Rat gestellt werden, nur noch schriftlich antworten. In der Vergangenheit habe er die Ratsmitglieder darum gebeten, ihm ihre Anliegen vor der Sitzung schriftlich mitzuteilen, damit er sich vorbereiten könne. Das sei nicht geschehen. Schmitz sprach in der Ratssitzung am Mittwochabend von einer „Überrumpelungstaktik“ bei den Anfragen, mit der man ihn „öffentlich vorführen“ wolle.

Dann gab es doch noch einige Antworten auf mündliche Fragen, bevor schließlich die Ausführungen des Bürgermeisters selbst zum Thema wurden. Christian Kravanja (Bürgerliste) verwies auf die Geschäftsordnung, die jedem Ratsmitglied zum Ende der Sitzung zwei mündliche Fragen erlaube, und stellte an Georg Schmitz die Frage: „Sie sind also nicht in der Lage, unsere Fragen mündlich zu beantworten?“ Max Weiler (CDU) sprach von einer „Rundumschelte“ für alle Ratsmitglieder, und Jürgen Benden (Grüne) wollte wissen: „Herr Bürgermeister, sind Sie willens, darüber noch einmal nachzudenken?“ Es lasse sich über alles nachdenken, erwiderte Georg Schmitz.

Besonders heftig reagierte Kirsten vom Scheidt. Sie sei entsetzt und fühle sich von der Beschuldigung durch den Bürgermeister persönlich beleidigt, sagte die CDU-Politikerin. (mh)

6 Kommentare zu Bürgermeister Georg Schmitz wirft Politikern „Überrumpelungstaktik“ vor

  1. Aha, die Ratten trauen sich wieder aus ihren Löchern. Vergessen die letzten Wahlschlappen. Auch das Kneifen der sog. „Parteien“ vor der Wahl, lieber Einen suchen, er muss auch nicht in der Partei sein, Hauptsache es tritt jemand an, der für ungeliegte und nicht viel einbringende Jobs, wie z.B. Bürgermeister kandidiert und lieber die Pöstchen in den Auschüssen (gerne Bauausschuß) besetzen. Das nennt man dann Demokratie. Zum Glück fallen aber nicht alle Bürger auf diese Spielchen von CDU, SPD, FDP, AFD und auch Wählerliste(!) herein. Deswegen möchte ich die letzte Bürgermeisterwahl für unsere Parteipolitiker nochmal in Erinnerung bringen! Der Denkzettel scheint wieder in Vergessenheit zu geraten!

  2. Lieber Herbert,

    „nicht viel einbringende Jobs wie z.B. Bürgermeister“ kann doch wohl nicht dein Ernst sein, oder? Der Bürgermeister ist laut Haushaltsplan der Stadt Geilenkirchen als Beamter eingruppiert in die Besoldungsstufe B4. Laut der gültigen Besoldungstabellen ergibt sich daraus eine Grundbesoldung in Höhe von 7.902,18 € brutto – und zwar monatlich!
    Für das Gehalt darf man wohl erwarten, dass er Fragen, die seinen Arbeitsbereich betreffen, auch beantworten kann, oder?
    Der Rat fordert völlig zurecht, dass sich der Bürgermeister in seine Arbeit reinkniet und über die Hintergründe informiert ist. Das hat nichts speziell mit Georg zu tun – diese Forderung wäre gegen jeden anderen Bürgermeister auch erhoben worden!

    Übrigens: Die Mitglieder des Bauauschusses bekommen für Ihre dortige Tätigkeit höchstens ein Sitzungsgeld von 25,30 € – pro Sitzung!

  3. Lieber Herbert,

    nehmen Sie doch mal im Zuschauerraum bei der Ratssitzung platz. Es wird noch nicht mal Bürgern vom Bürgermeister vernünftig geantwortet. Das ist eine Frechheit. Fliegerhorst Siedlung, Beteiligung der Bügerinitative. Versprochen hat er es und abgelehnt in der Sitzung. Alles wird ausgesessen.

  4. Liebe Leserinnen und Leser,

    da ich am Mittwoch, 15.02.2017 selbst bei der Ratssitzung nicht zugegen sein konnte, werde ich erst heute innerhalb der Bürgerinitiative eine Abstimmung zu den Ergebnissen der Ratssitzung vornehmen können. Unsere Sprecherin Birgit Berchtold hatte ja im Rahmen der Bürgerfragestunde die Gelegenheit, sehr klare Fragen an die Verwaltungsspitze zu stellen. In ersten informellen Rückmeldungen der letzten Tage und auch hier zeichnet sich jedoch klar ein „Tiefdruckgebiet“ über der Verwaltung der Stadt Geilenkirchen ab. Die Bürgerinitiative Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren wird es in keinem Fall hinnehmen, dass Dinge ausgesessen werden oder verbindliche Zusagen des Bürgermeisters sich in Wohlgefallen auflösen! Eigentum verpflichtet und das gilt nun mal auch für die Verwaltung der Stadt Geilenkirchen und eben nicht nur für den Sündenbock BIMA als jahrelanges Ablenkungsmanöver von der auch eigenen Verantwortung und Zuständigkeit für Straßen und Kanäle hier. Dem geneigten Leser empfehlen wir in diesem Zusammenhang unsere Veröffentlichungen dem Link unten und fortfolgend auf unserer Internetseite. Der Einstieg beschäftigt sich insbesondere auch mit den Ergebnissen eines Vier-Augen-Gespräches mit dem Bürgermeister im September 2016 auf dessen ausdrücklichen Wunsch und Initiative hin. Wir wollen wirklich nicht den letzten Glauben an die Glaubwürdigkeit unseres Bürgermeisters verlieren müssen. Sonst werden wir selbstverständlich auch zu handeln wissen.

    Herzliche Grüße in ein hoffentlich schöneres Wochenende
    Stellv. für die BIFT-GK
    Norbert Grimm

  5. Daß Nobody, auch unser Bürgermeister nicht, perfekt ist, ist unbestritten. Aber auch das, was manche Politik-Profis abliefern, ist nicht dolle.

    Gute Idee sich einmal persönlich ein Bild der Lage zu machen.
    14.03. 18:00 h!

    Das ist echt ein hartes Los für 25,30 an Sitzungen teilnehmen zu müssen.
    Daher finden sich scheinbar auch nur so wenige, für solch unliebsame Tätigkeiten.

  6. Die Winke-Winke-Zeiten vor den Cafes der Stadt ist vorbei. Entweder will der BM die Anfragen am Ende der Ratssitzung nicht beantworten (was ein wirklich starkes Stück bedeuten würde) oder er kann es nicht, das es seine Kräfte und Aufnahmekapazität übersteigt. Dann muss man bitte mit offenen Karten spielen und Ross und Reiter klar benennen. Man muss von einem BM (und das bei diesem fürstlichen Gehalt) verlangen können, dass er sich über Verwaltungsabläufe und Fragen, seiner Arbeit betreffend, spontan (sachlich korrekt) äußern kann. Meine Güte, wo leben wir denn?

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